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Dorfchronik
Wittersheim stellt Jubiläums-Chronik vor

Die Macher der Wittersheimer Dorfchronik zum Jubiläumsjahr 2017. In der Mitte (mit der Chronik) Uschi Albersmeyer-Trier.
Die Macher der Wittersheimer Dorfchronik zum Jubiläumsjahr 2017. In der Mitte (mit der Chronik) Uschi Albersmeyer-Trier. FOTO: Jörg Martin
Wittersheim. Freiwillige des Mandelbachtaler Ortsteils arbeiteten mehr als ein Jahr an dem Schriftstück – jetzt liegt es vor. Von Jörg Martin

„Wir haben einige Freiwillige gesucht“, blickt Wendelin Lonsdorf zurück. Wie der Ortsvorsteher gegenüber unserer Zeitung mitteilt, hat die Chronik über das Wittersheimer Jubiläumsjahr 2017 – der Ort wurde 750 Jahre alt – seine Anfänge bereits im April letzten Jahres genommen. Geplant war zu diesem Zeitpunkt, alle Veranstaltungen in diesem Jahr zu dokumentieren und für die Nachwelt festzuhalten.


Denn 2017 standen alle Events im Mandelbachtaler Ortsteil unter dem Jubiläumsmotto. So finden sich viele Erinnerungen in der Broschüre etwa an die Ausstellung, an das Oktoberfest oder an das Adventskonzert. Hauptorganisatorin des Heftes ist Uschi Albersmeyer-Trier. „Das Konzept hat sich erst im Laufe des Jahres entwickelt“, blickt sie zurück. Sie fotografiert gern und hat immer mal gern geschrieben, jedoch nie in dieser Art und in diesem Umfang. Erfahrungen sammeln konnte sie bereits, als sie die Texte für die Broschüren schrieb, die Wittersheim zum Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ einreichte.

Die Vereine haben ihr Unterlagen zur Verfügung gestellt. „Im Dezember war’s mir schon schlecht“, gesteht Albersmeyer-Trier im Rückblick gegenüber der SZ lachend. Sie hatte einen dicken Ordner mit Texten und eigenen sowie fremden Bildern gesammelt. So weit so gut. Nur: Es war schlicht zu viel. Die Kalkulation basierte auf der Seitenzahl der Wettbewerbsbroschüre und die hatte 54 Seiten. Man war bereits bei einem theoretischen Umfang von um die 60 Seiten, erzählt die Redakteurin. Es wurde dann viel gestrichen und gekürzt, erinnern sich Uschi Albersmeyer-Trier und Wendelin Lonsdorf.



Doch am Ende passte der Umfang. Hinzukam, dass dennoch nicht alles vollständig war. Wie so oft im ehrenamtlichen Bereich hatten einige Vereine die Lieferung von Beiträgen zugesichert, nahmen dies allerdings nicht genug ernst. Etliches sei erst dieses Jahr im April, somit ein Jahr nach Projektbeginn, eingetroffen. Die Nerven lagen blank, als der Computer beim Speichern abstürzte und alles nochmals neu geschrieben werden musste.

Für Diskussionen im Arbeitskreis sorgte auch die Auswahl der Fotos. Doch das ist mittlerweile vergessen. Die Finanzierung erfolgte zu 85 Prozent über das Umweltministerium, sagte Ortsvorsteher Lonsdorf. „Wer die Chronik in der Hand hält, wird über die Vielfalt der Veranstaltungen überrascht sein“, gibt sich der Ortsratschef stolz.

Wendelin Lonsdorf erinnert etwa an das Musical des Sportvereins. Die Veranstaltung sei zwei Tage lang ausverkauft gewesen. Zudem müsse man erst einmal einen Sportverein finden, der so etwas in Eigenregie macht und eigene Sänger in seinen Reihen hat. Und das in einem 600-Seelen-Dorf. Auch beim Geschichtsabend konnte man Dinge erfahren, die viele gar nicht wussten. Da sei im Jubiläumsjahr für jeden etwas dabei gewesen.