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| 19:15 Uhr

Wegweisende Zusammenarbeit

Die Kooperationen der Kommunen im Bliesgau schreiten voran. So werden die Gehälter für die Beschäftigten der Nachbargemeinde Gersheim ab dem kommenden Jahr durch die Lohnabrechnungsstelle im Blieskasteler Rathaus berechnet. Foto: Joachim Schickert
Die Kooperationen der Kommunen im Bliesgau schreiten voran. So werden die Gehälter für die Beschäftigten der Nachbargemeinde Gersheim ab dem kommenden Jahr durch die Lohnabrechnungsstelle im Blieskasteler Rathaus berechnet. Foto: Joachim Schickert FOTO: Joachim Schickert
Blieskastel. Die interkommunale Zusammenarbeit zwischen Blieskastel, Gersheim und Mandelbachtal ist bereits wegweisend im Land. Als nächsten Schritt legt man die Lohnabrechnung Blieskastels und Gersheims zusammen. Joachim Schickert

Die Kooperationen der Kommunen im Bliesgau schreiten weiter voran: Die Stadt Blieskastel übernimmt ab dem 1. Januar 2017 die Gehaltsabrechnungen für die Gemeinde Gersheim. Dazu wurde jetzt eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zwischen den beiden Kommunen getroffen. Wie die Blieskasteler Stadtverwaltung mitteilt, werden die Gehälter für die Beschäftigten der Nachbargemeinde ab dem kommenden Jahr durch die Lohnabrechnungsstelle in Blieskastel berechnet. Für die Verwaltung in Gersheim bedeute dies eine personelle und finanzielle Entlastung. Neben dem Kosteneinsparpotenzial würden auch Systempflegeaufwände verringert. Der derzeit noch in Gersheim betraute Mitarbeiter bediene bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand weiterhin noch andere Aufgabengebiete. Für den kommenden September sei die Datenübernahme mit anschließenden Systemtestläufen vorgesehen. "Bei der Lokalisierung und Umsetzung von Einsparpotenzialen rücken die Verwaltungen weiter zusammen", heißt es aus dem Rathaus am Paradeplatz.

Erst kürzlich habe die Stadt Blieskastel vom Innenministerium eine Ausnahmegenehmigung bezüglich des ausgelagerten Rechnungsprüfungsamtes erhalten (wir berichteten). In einem weiteren Schritt werde das Beschaffungs- und Vergabewesen der Stadtverwaltung in einer neu eingerichteten zentralen Vergabestelle gebündelt, die sich einer elektronischen und revisionssicheren Vergabeplattform bediene. Mit dem Projekt realisierten die beiden Verwaltungen nach der Zusammenlegung der Standesämter von Blieskastel, Gersheim und Mandelbachtal einen weiteren großen Schritt der interkommunalen Zusammenarbeit, der auch im Gutachten der Firma Kubus für mögliche Einsparpotenziale vorgeschlagen worden sei. Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener : "Mit der neuen Vereinbarung zwischen Blieskastel und Gersheim gewinnt unsere Personalabteilung an Stabilität, während wir bei den Kollegen in Gersheim zur Entlastung beitragen." Auch der Gersheimer Verwaltungschef Alexander Rubeck zeigt sich zufrieden: "Durch diese weitere Zusammenarbeit spart die Gemeinde Gersheim einerseits, während dies andererseits für den Bürger keine Einschränkung bedeutet."

Über die Blieskasteler Abteilung würden neben den Gehaltsabrechnungen für die eigenen Beschäftigten auch bereits die Abrechnungen für die Mitarbeiter der Stadtwerke Bliestal, des Biosphärenzweckverbandes, des Freizeitzentrums sowie für die städtischen Kitas bedient. Insgesamt 367 Personalfälle würden derzeit bereits in der Lohnabrechnung bearbeitet, davon entfielen 302 auf die Stadt Blieskastel, 35 auf die Stadtwerke , 23 auf das Freizeitzentrum und sieben auf die Biosphäre, wie die Blieskasteler Stadtverwaltung abschließend mitteilt.

blieskastel.de

gersheim.de

Zum Thema:

Hintergrund Die Standesämter von Blieskastel, Gersheim und Mandelbachtal waren zum 1. Juli vergangenen Jahres im Blieskasteler Rathaus zusammengelegt worden. Mit dieser Vereinbarung, mit der die Kommunen saarlandweit Vorreiter waren, sollen Kosten eingespart und Verwaltungsmitarbeiter für andere Aufgaben freigestellt werden. Der neue Standesamtsbezirk umfasst die Gebiete der drei Kommunen mit ihren insgesamt 34 Ortsteilen. ert