| 20:27 Uhr

Von-der-Leyen-Chor
Von der Leyen-Chor sang Weihnachtslieder aus aller Welt

Der Von der Leyen-Chor sowie die Instrumentalisten beim Schlussapplaus nach dem Adventskonzert.
Der Von der Leyen-Chor sowie die Instrumentalisten beim Schlussapplaus nach dem Adventskonzert. FOTO: Susanne Gastauer
Blieskastel. Das vorweihnachtliche Konzert des Von der Leyen-Chores am 3. Adventssonntag in der Protestantischen Kirche Blieskastel ist eine feste Tradition. Das wissen nicht nur die circa 45 Sängerinnen und Sänger des Chores, sondern auch das „treue“ Publikum. So bezeichnete jedenfalls Chorleiter Christoph Nicklaus die zahlreich erschienenen Zuhörer in seiner Begrüßung nach dem festlichen Eröffnungslied „Macht hoch die Tür“. red

Für den ersten Teil des Konzertes hatte Christoph Nicklaus besinnliche Adventslieder ausgewählt. Mit seiner Schlichtheit beeindruckte ein „Ave Maria“ aus Lothringen, wobei Barbara Buhr durch die Interpretation der a cappella vorgetragenen Solopassagen mit ihrer klaren Sopranstimme einen beträchtlichen Anteil zur Wirkung des Liedes beitrug. In dem Adventshymnus „Wann Herr, wirst du geboren“, dessen Strophen abwechselnd von Frauen- und Männerstimmen vorgetragen wurden, zog vor allem der Männerchor durch seinen homogenen Klang die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf sich. Nach dem sehr meditativem Chorsatz „The Ground“, in dem Teile des lateinischen Sanctus-Textes vertont sind, schloss der etwas bewegtere Chorsatz „Once in Royal David’s City“ (Sopransolo: Nicole Lauck) den adventlichen Teil des Konzertes ab. Begleitet wurden die Chorsätze entweder von Schulleiter Christoph Kohl am Klavier alleine oder zusammen mit einem kleinen Instrumentalensemble ( Monika Schmitt, Josef Leidinger – Violine, Sebastian Kohl – Violine und Klarinette, Gregor Berg – Violoncello). Die Instrumentalisten überzeugten das Publikum mit zwei Sätzen aus einer „Weihnachts-Symphonie“ von G. Valentini mit ihrem weichen Klang, bevor ein vierstimmiges Solistenensemble (Barbara Buhr, Susanne Gastauer, Patrick Fell, Christoph Nicklaus) die vorweihnachtliche Stimmung mit witzig-heiteren Klängen aus der englischen Chortradition („God rest you merry, gentlemen“ und „We wish you a merry Christmas“) auflockerte. Eher volkstümliche Weisen, auch aus den europäischen Nachbarländern, erklangen im weihnachtlichen Teil des Konzertes, wie „Il est né“ und „Hosanna in excelsis“ aus Frankreich, „Kommet ihr Hirten“ aus Deutschland und „Nativity Carol“ aus England. Zum Abschluss musizierten alle Mitwirkenden gemeinsam mit dem Publikum „Es ist ein Ros’ entsprungen“.



Die Zuhörer bedankten sich beim Von der Leyen-Chor für diese „musikalische Auszeit von der Alltagshektik“, welche dieses abwechslungsreiche Konzert ihnen beschert hatte, mit so viel Applaus, dass der Chor mit der Zugabe „Tollite hostias“ aus dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns dem Konzert noch einen majestätischen Schlusspunkt setzte.