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Blieskastel
Viel Weihnachts-Arbeit für Blieskasteler Wehr

Auch zu einem Kaminbrand musste die Blieskasteler Wehr an Weihnachten ausrücken.
Auch zu einem Kaminbrand musste die Blieskasteler Wehr an Weihnachten ausrücken. FOTO: Wolfgang Feller, Feuerwehr Stadt Blieskastel
Blieskastel. Zu insgesamt sechs Einsätzen wurde die Feuerwehr an den Feiertagen gerufen. Darunter war auch ein Kaminbrand. red

Zu sechs Einsätzen musste die Feuerwehr Blieskastel vor und über Weihnachten ausrücken. Der erste Alarm beschäftigte den Löschbezirk Ballweiler in der Nacht vom 22. auf den 23. Dezember. Ein aufmerksamer Passant meldete der Leitstelle gegen 23.15 Uhr einen brennenden Altkleidercontainer direkt am Ortseingang von Wecklingen her kommend. Schnell konnte der Brand von der örtlichen Wehr unter Kontrolle gebracht und abgelöscht werden. Noch während des Einsatzes wurde die Atemschutzwerkstatt Blieskastel-Mitte alarmiert, um den Löschbezirk mit neuen Atemschutzgeräten zu versorgen und somit wieder einsatzbereit zu machen. Dies war auch nötig, denn gegen 11.20 Uhr des Folgetages ertönten die digitalen Funkmeldeempfänger in Ballweiler erneut. Diesmal galt es, eine unklare Rauchentwicklung in Höhe eines Aussiedlerhofes zu erkunden. Unmittelbar nach Eintreffen des ersten Löschfahrzeuges konnte hier als Ursache ein kontrolliert entzündetes Heckenfeuer ausgemacht und Entwarnung gegeben werden. Mit dem Alarmstichwort „Ausgelöster Rauchwarnmelder“ wurden die Löschbezirke Mitte, Blickweiler und Webenheim am Heiligmorgen in eine Blieskasteler Einrichtung für betreutes Wohnen alarmiert. Eine Sicherheitsfirma, bei der der Alarm zunächst auflief, informierte die Leitstelle auf dem Saarbrücker Winterberg.


Der Löschzug aus Blieskastel-Mitte schickte umgehend einen Trupp zur Erkundung in die betroffene Wohneinheit vor. Hier konnte nur die dampfende Zubereitung des Weihnachtsessens als Auslösegrund des Rauchwarnmelders festgestellt werden. „Es kommt durchaus nicht gerade selten vor, dass die recht sensiblen Warngeräte bereits durch Bratdunst oder Wasserdampf ausgelöst werden. Wir sind ja froh, dass hier überhaupt solche lebensrettenden Geräte installiert waren, von daher kommen wir lieber einmal umsonst, statt unter Umständen zu spät“, so Einsatzleiter Peter Georg Wachs. Nach einem ruhigen Heiligabend wurde der Löschbezirk Blieskastel-Mitte dann am Mittag des ersten Weihnachtsfeiertages erneut alarmiert. Der Rettungsdienst forderte über die Leitstelle Unterstützung an. Vor Ort galt es, einen Patienten schonend und gerade gelagert mittels der Drehleiter über den Balkon im 2. Obergeschoß eines Wohnhauses zu retten und dem Personal des Rettungswagens zu übergeben. Trotz einer recht engen und stellenweise dicht zugeparkten Zufahrtstraße konnte dieser Einsatz dennoch zügig und problemlos abgearbeitet werden.

Nur wenige Stunden später, gegen 16 Uhr, wurde der Löschbezirk Blieskastel-Mitte zum nächsten und damit insgesamt sechsten Einsatz alarmiert. Anwohner eines Blieskasteler Wohnhauses meldeten einen Kaminbrand, welcher unmittelbar nach Ankunft der Einsatzkräfte durch starke Rauchentwicklung sowie Ruß- und Funkenflug bestätigt werden konnte. Wie schon beim Einsatz zuvor, ist auch dies besonders in der kalten Jahreszeit fast schon Routine für die Blieskasteler Feuerwehr. Während im Inneren des Wohnhauses die Temperatur kontrolliert und der Brandschutz sichergestellt wurde, konnte der Kamin mittels eines speziellen Kettenwerkzeuges über die Drehleiter gekehrt und gereinigt werden. Die anfallende Glut wurde durch das Kellergeschoß nach draußen verbracht und abgelöscht. „Alles in allem leider ein Einsatz- und arbeitsreiches Weihnachtswochenende, aber dennoch ohne größere Personen- und Sachschäden“, so der Blieskasteler Stadtwehrführer Michael Nehlig, der seinen Mannschaften für die geleisteten Einsatzstunden dankte.

Alleine für den Löschbezirk Blieskastel-Mitte war dies bereits der 198. Einsatz für das laufende Jahr, welches schon jetzt die Statistik erneut um keinen erfreulichen Rekord toppen wird.