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Stadt soll Kita-Konzept fortsetzen

Blieskastel. Nach dem Willen des Blieskasteler Stadtrats-Ausschusses für Bürgerdienste soll die Stadtverwaltung in den nächsten fünf Jahren das Kita-Konzept fortschreiben. Derzeit gibt es noch genügend freie Krippen- und Kindergartenplätze. Joachim Schickert

Der Blieskasteler Stadtrats-Ausschuss für Bürgerdienste hat in seiner jüngsten Sitzung die Stadtverwaltung mit der Fortschreibung des Kita-Konzepts um weitere fünf Jahre beauftragt. Ein entsprechender Antrag von CDU und Grünen fand eine breite Mehrheit. Wie CDU-Fraktionschef Holger Schmitt in einer Presseerklärung mitteilt, sei auch auf eine aktuelle Bedarfsmeldung aus Niederwürzbach reagiert worden: Diese solle in das neue Kita-Konzept prioritär einfließen. Wie berichtet, hatten die Verantwortlichen in Niederwürzbach eine zweite Kinderkrippe gefordert. Auch die SPD-Stadtratsfraktion hatte im Vorfeld der Ausschusssitzung erklärt, dass das Kita-Konzept im Hinblick auf die demografische Entwicklung angepasst werden müsse. "Wir setzen uns angesichts der stabil hohen Geburtenzahlen in Niederwürzbach für eine Berücksichtigung der dortigen Erweiterungswünsche bei der gesamtstädtischen Entwicklungsplanung ein", so der SPD-Fraktionsvorsitzende Guido Freidinger.

Freie Krippenplätze


Wie die Koalitionsfraktionen von CDU und Grünen nach der Ausschusssitzung weiter mitteilten, habe die Stadtverwaltung berichtet, dass von derzeit 143 genehmigten Krippenplätzen im Stadtgebiet 118 Plätze belegt seien. Auch im Kindergartenbereich seien noch ausreichend freie Plätze vorhanden. Bei den Detailzahlen zu den einzelnen Kitas handele es sich um eine Momentaufnahme, die sich ständig ändern könne und noch keine generellen Rückschlüsse zulasse. Daher werde die Stadtverwaltung mit den Trägern einen Runden Tisch einberufen, um den Bedarf bis 2019 zu erörtern und entsprechende Maßnahmen fortzuschreiben.

Die Koalitionäre CDU und Grüne seien mit dem Ergebnis der Ausschusssitzung zufrieden: "Die systematische Arbeit der vergangenen Jahre zur Verbesserung der Kita-Situation hat sich gelohnt", stellten CDU-Fraktionschef Holger Schmitt und Brigitte Adamek-Rinderle für die Grünen fest. Auch für die kommenden Jahre solle in enger Abstimmung mit den Trägern eine ganzheitliche Planung für das gesamte Stadtgebiet verabschiedet und umgesetzt werden. Aus dem bisherigen Konzept stehe noch die Kita in Bierbach a.d. Blies als letztes Projekt zur Umsetzung an, welches nun mit größter Priorität vorangetrieben werde. "Für das neue Konzept liegt eine neue Bedarfsmeldung aus Niederwürzbach vor, der bislang noch nie gemeldet war und in das neue Konzept einfließt."

Allgemein kritisiert worden sei im Ausschuss die "unverständliche Verzögerungstaktik des saarländischen Bildungsministers Ulrich Commerçon (SPD ), der die Kommunen bei der Finanzierung der Kita-Projekte immer öfter im Regen stehen lässt. Während die Stadt für die Kita in Blieskastel ewig auf den Zuschuss warten musste, wiederholt sich das gleiche Problem nun in Bierbach", so CDU und Grüne. Seit Jahren sei die Baumaßnahme angemeldet, und die fertigen Pläne lägen seit fast einem Jahr im Ministerium zur Bezuschussung.

Parteien fordern Umdenken

Dabei sei das alte Schulgebäude in einem unzumutbaren Zustand, es bestehe dringender Handlungsbedarf. Auch in anderen Kitas bestehe Sanierungsbedarf. Doch für Sanierungen gebe es im Gegensatz zum Bau von neuen Krippenplätzen keine Zuschüsse. "CDU und Grüne fordern auch hier ein Umdenken im Ministerium", heißt es abschließend.

blieskastel.de