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Schule bemängelt geringe Resonanz

Blieskastel. Wer gekommen war, konnte sich in einem breiten Spektrum orientieren: Zahlreiche Firmen informierten an der Geschwister-Scholl-Schule über ihre Tätigkeiten. Ob es die Veranstaltung im kommenden Jahr wieder gibt, blieb offen. Erich Schwarz

Zum wiederholten Mal veranstaltete die Geschwister-Scholl-Schule in Blieskastel am vergangenen Freitag einen Berufsinformationsnachmittag. Die Lehrerin Irene Kaiser hatte zusammen mit dem Verein Alwis (Arbeits-Leben, Wirtschaft, Schule) diese beachtliche Informationsbörse auf die Beine gestellt. Und es waren eine stattliche Anzahl von Firmen präsent, ist doch der Nachwuchsmangel bereits jetzt in den Firmen ein großes Thema. Doch die Initiatoren waren etwas enttäuscht von der Resonanz: "Wir haben diese Veranstaltung ganz bewusst auf den Nachmittag gelegt, damit sich auch Eltern informieren können. Allerdings ist die Resonanz eher schwach", stellte Irene Kaiser ernüchtert fest. Aber wer gekommen war, konnte sich in einem breiten Spektrum orientieren, von Thyssen-Krupp bis zu den Universitätskliniken, von der Bundespolizei über die Bundeswehr bis hin zu den Webenheimer Werkstätten der Lebenshilfe, von den ortsansässigen Firmen wie etwa Sonn oder das Restaurant Hämmerle, oder auch Lidl oder dm: Die Palette war breit gefächert, und man konnte sich ganz detailliert informieren.

So machte etwa Stefan Anstatt ganz engagiert Werbung für den Beruf des Bäckers: "Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich, und inzwischen ist der Bäcker durch einige Sendungen im Fernsehen auch wieder in den öffentlichen Fokus gerückt", so der Bäckermeister, der in Hassel und Aßweiler seine Geschäfte hat. Vor ein paar Jahren seien die Perspektiven noch schlechter gewesen, "aber inzwischen sind die Aussichten in diesem schönen Beruf wieder ganz gut. Ich sage neuerdings, die Bäcker sind die neuen Köche", so der Bäckermeister. Gut war auch die Resonanz bei den Ausbildungsfirmen, bei denen frühere Schüler der Blieskasteler Schule Rede und Antwort stehen konnten.

Der 19-jährige Michael Heinz aus Webenheim absolviert derzeit eine Ausbildung als Mechatroniker bei Thyssen-Krupp-Gerlach in Homburg. Er hatte an der Geschwister-Scholl-Schule die Mittlere Reife erreicht und dann die Ausbildung begonnen: "Ich habe die richtige Wahl getroffen, es gefällt mir super", unterstrich der Webenheimer. Der Ausbilder Martin Gruber konnte mitteilen, dass sich die Anforderungen mit den Jahren sehr gewandelt haben: "Das kann man mit der früheren Ausbildung nicht mehr vergleichen."

Die Homburger Firma hat derzeit knapp 50 Azubis, als Einstieg sind die Mittlere Reife oder das Fachabitur erforderlich. Auch Jean-Jaques Hennrich aus Blieskastel hat nach seiner Schulzeit an der Erweiterten Realschule im Mandelbachtal in Hämmerles Restaurant eine Koch-Ausbildung absolviert: "Es ist sehr viel Arbeit und manchmal auch ganz schön stressig, aber mir macht es trotzdem Spaß", konnte er die Schüler überzeugen. Natürlich wurden am Stand des Sterne-Kochs auch kleine Häppchen für die Interessierten gereicht. Die Organisatorin Irene Kaiser ließ offen, ob die Ausbildungsinformation auch noch im nächsten Jahr angeboten werden wird.