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Risse in Gipsdecke entdeckt

Blieskastel. Gegen 10 Uhr wurde der Unterricht an der Grundschule Schlossberg am Dienstag beendet: Feine Risse in der Gipsdecke im Eingangsbereich waren entdeckt worden. Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener betonte, die Sicherheit gehe natürlich vor. Joachim Schickertund Hans Hurth (SZ)

Die Grundschule Schlossberg bleibt bis voraussichtlich Ostern geschlossen. An der Schule hinter der Blieskasteler Orangerie waren am vergangenen Montag feine Risse in den Gipsplatten an der Decke im Eingangsbereich festgestellt worden. Am Dienstag war der Unterricht gegen 10 Uhr frühzeitig beendet worden - aus Sicherheitsgründen, da erste Arbeiten zum Abstützen der Decke durch den städtischen Bauhof begannen und man Unfallgefahr vermeiden wollte. Wie Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener und Mitarbeiter des Schul- und Bauamtes am gestrigen Mittwochmittag vor Ort an der Schule erläuterten, sei das städtische Schulgebäude am Schlossberg im Jahr 1958 errichtet worden. Am vergangenen Montag seien durch das Reinigungspersonal und den Hausmeister die Risse in der etwa fünf Zentimeter dicken Gipsdecke, die mit der eigentlichen massiven Betondecke vernagelt sei, festgestellt worden. Am Dienstagmorgen waren die Schäden nach Angaben der Stadtverwaltung genauer unter die Lupe genommen worden und die Schüler schließlich nach Hause entlassen worden.

Schüler nach Hause


Wie es gestern hieß, habe man die Eltern telefonisch beenachrichtigt, so dass die letzten Schülerinnen und Schüler , die auf dem Schulhof warteten, am frühen Nachmittag abgeholt worden seien. Laut eines bereits vorliegenden statischen Gutachtens habe sich die Vernagelung der Gipsplatten "im Laufe der Zeit gelöst".

Es sei davon auszugehen, dass sich die gesamte Unterdecke nach und nach ablöse. Auch in den Decken der Klassensäle seien deutliche Risse zu erkennen, "die sich nach Aussage des Lehrpersonals stetig vergrößern", heißt es in dem Bericht der Statiker. Deshalb sollte man diese Decken ebenfalls begutachten. Die Bausubstanz der massiven Betondecken sei offenbar in Ordnung und unbedenklich. Weitere Untersuchungen müssten erfolgen. Gestern hatte es für alle Buben und Mädchen der Grundschule Am Schlossberg, die eine Dependance der Grundschule Kirchberg-Schlossberg in Lautzkirchen ist, einen außerplanmäßigen Wandertag gegeben. Die 80 Schüler haben dann ab dem heutigen Donnerstag bis zur Sanierung ihres Stammhauses vorübergehend eine neue Bleibe.

"Die Klassen eins und zwei siedeln in die benachbarte Franz-Carl-Schule um, die zwei Räume zur Verfügung stellt. Dort findet auch die freiwillige Ganztagesschule statt", so Andreas Lang, Pädagoge der Klasse vier. "Die Klassen drei und vier werden morgens um 7.55 Uhr mit dem Schulbus nach Lautzkirchen in die Hauptstelle gefahren und am Nachmittag wieder zum Schlossberg zurück. Dies gilt so lange, bis der Schaden behoben ist."

Sicherheit geht vor

Gestern hatten die Kinder das Gebäude nicht mehr betreten dürfen. Lediglich den Eltern und Klassenlehrern war es noch gestattet, persönliche Sachen der Kinder aus den Schulsälen zu holen. Mit einem Brief hatte die Schulleitung die Eltern zuvor über die Sperrung des Schulgebäudes unterrichtet. "Wir werden alles gründlich untersuchen, die Sicherheit geht natürlich vor", resümierte Blieskastels Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener gestern Nachmittag.