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Blieskastel
Plakate erzählen Blieskasteler Geschichte

Blieskastels Stadtarchivar Kurt Legrum (links) und AH-Fußballer Stefan Groh präsentieren ein Fußballplakat von 1957.
Blieskastels Stadtarchivar Kurt Legrum (links) und AH-Fußballer Stefan Groh präsentieren ein Fußballplakat von 1957. FOTO: Uwe Brengel
Blieskastel. Seit kurzem wird im Haus des Bürgers eine interessante Ausstellung unter dem Titel „Plakate aus der Blieskasteler Geschichte“ gezeigt. Aus der Sammlung des Stadtarchivs Blieskastel werden insgesamt 30 großformatige Originale aus dem Zeitraum 1849 bis 1989 präsentiert. red

Seit kurzem wird im Haus des Bürgers eine interessante Ausstellung unter dem Titel „Plakate aus der Blieskasteler Geschichte“ gezeigt. Aus der Sammlung des Stadtarchivs Blieskastel werden insgesamt 30 großformatige Originale aus dem Zeitraum 1849 bis 1989 präsentiert.


Im Zeitalter von Facebook und Twitter mag diese Informationsvermittlung auf bedrucktem Papier schon fast antiquiert wirken. Aber es werden Plakate ausgestellt, welche die Zeit überdauert haben und eines, das schon fast 170 Jahre alt ist. Neben einem der wohl ältesten Faschingsplakate des Saarlandes sind Plakate zur politischen und Wirtschaftsgeschichte des Ortes zu sehen.

Plakate aus dem 1. Weltkrieg und der Nachkriegszeit 1945 erinnern an eine unheilvolle Vergangenheit. Jüngeren Datums sind die farbigen Drucke mit Hinweisen zu kulturellen Veranstaltungen im Ort. Wer erinnert sich noch an den „Großen Nationalen Fußballvergleichskampf“ des SC Blieskastel-Lautzkirchen 1957 in der DDR oder an das Parktheater Blieskastel? Hat die bekannte Gruppe „Pur“ in Blieskastel gespielt? Neben alten Plakaten von Veranstaltungsreihen, die irgendwann eingestellt wurden wie Stadtball und Altstadtfest, sind auch Drucke von kulturellen Veranstaltungen zu sehen, die seit Jahrzehnten zum Ansehen der Stadt beitragen.



Mit kurzen Begleittexten hilft Stadtarchivar Kurt Legrum bei der Einordnung der gezeigten Plakate. Legrum beabsichtigt, weitere und ähnliche Ausstellungen in unregelmäßigen Abständen aus der umfangreichen Plakatsammlung, rund 5000 Belege, zu präsentieren und die einheimische Bevölkerung zum Staunen und Schmunzeln zu bringen, wenn es beim Betrachten der ausgestellten Exponaten heißt: „Eijo, erinnerschte Dich do a noch draan?“.

Die Ausstellung ist in der Stadtgalerie Blieskastel im Haus des Bürgers, Luitpoldplatz 5, bis 30. April zu sehen. Sie ist geöffnet während den Dienstzeiten der Stadtverwaltung. Der Eintritt ist frei.