| 00:00 Uhr

Obstbaumallee bekommt einen neuen Schnitt

An der Landstraßenallee zwischen Bliesdalheim und Wolfersheim übergab Umwelt-Staatssekretär Roland Krämer (links) die Zuwendungsbescheide. Foto: Wolfgang Degott
An der Landstraßenallee zwischen Bliesdalheim und Wolfersheim übergab Umwelt-Staatssekretär Roland Krämer (links) die Zuwendungsbescheide. Foto: Wolfgang Degott FOTO: Wolfgang Degott
Wolfersheim. Mit einem neuen Schnitt soll der Verbuschung der vielen Obstbäume entlang der Landstraßen bei Wolfersheim und Bliesdalheim entgegen gewirkt werden. Damit werde auch die Ernte verbessert, wie es heißt. ott

Rund 120 Bäume säumen die Landstraße zwischen Bliesdalheim und Wolfersheim , bilden eine sehenswerte Obstbaum-Allee. Im Auftrag des Vereins Bliesgau-Obst werden sie jetzt fachmännisch geschnitten, neue geordnet und damit das Landschaftsbild verbessert. Auch soll mit der Maßnahme, die weitere Straßen im unteren Bliesgau umfasst, die Wertigkeit des Obstanbaus in der Region herausgehoben, die "Erzeuger" verschiedener Produkte, die übers Bliesgau-Regal vermarktet werden, in den Blickwinkel der Autofahrer und Wanderer gerückt werden.

Umwelt-Staatssekretär Roland Krämer hatte bei seiner Stippvisite, bei der er das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer hervorhob, auch zwei Zuschussbescheide mit einer Gesamtsumme von 13 802 Euro dabei. Damit werde die Maßnahme, die sich über verschiedene Landstraßenzüge erstrecke, zu 90 Prozent bezuschusst. Er freute sich darüber, dass es mit den Projekten auch gelinge, der Verbuschung und damit der Verschlechterung der Erntesituation entgegen zu wirken. Axel Kammerer, Vorsitzender des Wolfersheimer Obst- und Gartenbauvereins, ergänzte, dass aus der Apfelernte bereits Schnaps in der örtlichen Brennerei hergestellt worden sei.

Im Bliesgau betreut die neue Streuobstkoordinatorin des Verbandes der Obst- und Gartenbauvereine Saarland und Rheinland-Pfalz, Stefanie Schreiner, ihre ersten Projekte. Sie kündigte an, dass im nächsten Jahr ein Pomologe die rund 3000 Bliesgau-Alleebäume kartieren und damit ein aussagekräftiges Kataster der Obstsorten erstellt werde. Die beiden Initiatoren Wolfgang Hegmann und Walter Rundstadler von Bliesgau-Obst informierten, dass mit den Arbeiten auch für einen einheitlichen Alleebewuchs gesorgt werde. Rundstadler hob heraus, dass sich die Zusammenarbeit mit den örtlichen Obst- und Gartenbauvereinen, aber auch den Stadt- und Ortsräten, die auch teilweise eigene Mittel zur Verfügung stellen, sehr positiv und konstruktiv gestalte. Mit dem Geld, das vom Umweltministerium zur Verfügung gestellt werde, könnten jedoch lediglich die Lohn- und Maschinenkosten der beauftragten Fachfirmen bezahlt werden. Alle anderen Arbeiten seien von Ehrenamtlichen zu erledigen.



Zum Thema:

HintergrundBliesgau Obst ist ein Verein, der 2005 aus dem Zusammenschluss des Arbeitskreises Streuobst des Vereins der Freunde des Biosphärenreservates Bliesgau und der Erzeugergemeinschaft Streuobst Saar/Bliesgau entstanden ist. Der Verein ist ein Forum für alle Nutzer von Obstwiesen, Verarbeiter der Früchte und Vermarkter der Produkte. Er unterstützt die Bewirtschaftung der Obstwiesen durch Beratungsangebote , Fachvorträge und grenzübergreifende Kontakte zu anderen Initiativen sowie durch den Aufbau eines Maschinenringes und der Mitarbeit in der Obstverarbeitung und der Vermarktung der Streuobstprodukte. Kontakt: Wolfgang Hegmann, Telefonnummer (0 68 43) 90 26 36, (0162) 4 30 48 33. ott