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Nur vier Pfarreien im Verband Blieskastel

Blieskastel. Bei einem Pfarrverbandsbesuch in Lautzkirchen diskutierten der Generalvikar des Bistums Speyer und weitere Vertreter der Diözese mit den örtlichen Seelsorgern sowie den Vertretern der Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte. Gegenstand der Diskussion war die künftige, neue Pfarreienstruktur im Pfarrverband Blieskastel unter dem Leitmotto "Gemeindepastoral 2015" Von SZ-Mitarbeiter Erich Schwarz

Blieskastel. Bei einem Pfarrverbandsbesuch in Lautzkirchen diskutierten der Generalvikar des Bistums Speyer und weitere Vertreter der Diözese mit den örtlichen Seelsorgern sowie den Vertretern der Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte. Gegenstand der Diskussion war die künftige, neue Pfarreienstruktur im Pfarrverband Blieskastel unter dem Leitmotto "Gemeindepastoral 2015". Die Bistumspläne sehen vor, die bislang 346 selbstständigen Pfarreien, die aus verschiedenen Gründen bereits in 123 Pfarreiengemeinschaften zusammen gefasst waren, auf insgesamt 60 Pfarreien schrumpfen zu lassen. Im Pfarrverband Blieskastel gibt es derzeit bereits sieben Pfarreiengemeinschaften und drei Einzelpfarreien, die aus den vormals 22 Pfarreien zusammengefasst waren. Diese sollen zu nur vier Pfarreien schrumpfen. Einer dieser vier Pfarreien wird zudem die bisherige Pfarreiengemeinschaft Ensheim (bisher Pfarrverband St. Ingbert) zugeordnet. Alle früheren Pfarreien sollen als Gemeinden innerhalb der größeren Pfarrei bestehen bleiben. Die Namen der künftigen Pfarreien sind noch offen, auch der Hauptsitz ist noch ungeklärt. Allerdings wird man sich hier jeweils eine Pfarrei mit guter Infrastruktur, also mit Gemeindezentrum, guten Parkmöglichkeiten und zentral gelegen, aussuchen. Die künftigen Pfarreien werden über ein so genanntes Seelsorgeteam verfügen, gedacht ist an einen leitenden Pfarrer, einen weiteren "kooperierender Priester" sowie je nach Größe auch an einen zusätzlichen pastoraler Mitarbeiter. Man betonte beim Besuch und dem anschließenden Pressegespräch ausdrücklich, dass die Zuordnungen noch nicht endgültig seien. Der Zeitplan sieht vor, dass über das vorgestellte Konzept im Herbst 2010 auf einem Diözesanforum abschließend beraten wird und dann zum Jahresende vom Bischof in Kraft gesetzt wird, wobei der Zuschnitt dann endgültig festgeschrieben wird. Umgesetzt wird die Strukturreform dann im Jahr 2015. Wie der Generalvikar betonte, soll die Zusammenarbeit, die ja ohnehin schon lange praktiziert werde, weiterhin verbessert werden. "Die Gemeinden sollen ihr Gesicht behalten, aber es wird dennoch eine Bereicherung erkennbar sein", stellte der Lautzkircher Pfarrer Pirmin Spiegel fest. "Wir wollen versuchen, neuen Tritt zu bekommen", sieht Generalvikar Franz Jung auch neue Chancen für die Gläubigen in den Gemeinden. Man werde sowohl die ehrenamtlichen Pfarreihelfer, vor allem aber auch die Mitglieder der Gemeinden viel stärker mit einbeziehen. Man will, dass alle mitarbeiten und weniger "konsumieren". "Kirche soll erlebbar werden", nannte dies Pfarrer Spiegel.




Auf einen BlickDer geplante Zuschnitt der Pfarreien: Die Pfarrei Blieskastel I besteht dann aus St. Sebastian Blieskastel, Blickweiler-St. Barbara, Biesingen-St. Anna und Ballweiler-St. Josef mit insgesamt 5796 Katholiken. Die neue Pfarrei Blieskastel II besteht aus Lautzkirchen-St. Mauritius, Bierbach-Herz Jesu, Kirkel-Neuhäusel-St. Josef, Limbach-Christ König und Niederwürzbach-St. Hubertus mit 9702 Katholiken. Die Pfarrei Gersheim wird bestehen aus Gersheim-St. Alban, Reinheim-St. Markus, Rubenheim-St. Mauritius, Bliesdalheim-St. Wendelinus, Medelsheim-St. Martin, Altheim-St. Andreas, Niedergailbach-St. Nikolaus und Walsheim-St. Pirmin mit 6147 Katholiken. Die neue Pfarrei Mandelbachtal besteht aus Ormesheim-St. Mauritius, Ensheim-St. Peter, Eschringen-St. Laurentius, Ommersheim-Mariä Heimsuchung, Heckendalheim-St. Josef, Erfweiler-Ehlingen-St. Mauritius, Bebelsheim-St. Margaretha, Bliesmengen-Bolchen-St. Paulus und Habkirchen-St. Martin mit insgesamt 12 079 Katholiken. ers