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Niederwürzbach
„Niederwürzbach lebenswert gestalten“

Der Schirmherr Markus Uhl (links) ging beim CDU-Neujahrsempfang in Niederwürzbach auf bundes- und landespolitische Themen ein.
Der Schirmherr Markus Uhl (links) ging beim CDU-Neujahrsempfang in Niederwürzbach auf bundes- und landespolitische Themen ein. FOTO: Erich Schwarz
Niederwürzbach. Die Bundes- und Landespolitik stand dieses Jahr im Fokus des traditionellen Neujahrsempfangs der CDU in Niederwürzbach. Von Erich Schwarz

Die Christdemokraten in Niederwürzbach nehmen für sich in Anspruch, einen der ältesten Neujahrsempfänge in der Region zu veranstalten. Jedenfalls sind die Würzbacher meist die ersten im Reigen der Neujahrsempfänge. Und entsprechend ist auch die Resonanz. Es ist schon seit Jahren ebenfalls guter Brauch, dass sich die Parteien auch gegenseitig bei den Neujahrempfängen besuchen. So waren SPD-Ortvorsitzender Harald Pauly, der Fraktionsvorsitzende im Ortsrat, Andreas Motsch sowie Ortsvorsteherin Petra Linz (SPD) Gäste bei den Christdemokraten. Der CDU-Vorsitzende Michael Wons konnte für seine Partei im Ort auf ein „ereignisreiches Jahr zurückblicken“. Neben vielfältigen Aktivitäten seiner Partei hob er besonders die Einweihung der Ruhebank hervor, ebenso das Sommerfest an der Brennerei und die Fahrten in den Landtag und zur Firma Leffer. Auch sei es durch die Vermittlung von Günter Becker gelungen, einen Investor für eine Seniorenresidenz nach Niederwürzbach zu locken.



Wons betonte die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung ebenso wie mit der SPD im Ort. Man wolle Niederwürzbachbach weiterhin „liebens- und lebenswert gestalten“. Und Wons weiter: „Wir werden auch in Zukunft mit Elan für unseren Heimatort arbeiten.“ Für Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener (im Urlaub) war der Erste Beigeordnete Georg Wilhelm als Vertreter der Stadt Blieskastel zum Neujahrsempfang nach Niederwürzbach gekommen. Und er nahm Bezug auf die Witterungssituation der vergangenen Tage, indem er (wie auch alle anderen Redner vor und nach ihm) den Hilfsorganisationen Feuerwehr, DRK und THW ganz besonders für ihre zum Teil pausenlose Einsätze dankte. „Hier konnte man erneut spüren, wie wirkliche Gemeinschaft funktioniert“, unterstrich der Bierbacher Kommunalpolitiker. Er lobte die „intakte Dorfgemeinschaft und den tollen Zusammenhalt“ der Würzbacher: „Das ist Blieskastel, nicht nur die Kernstadt, sondern vor allem auch die Stadtteile“, unterstrich Wilhelm. Insofern „ist der wichtige Stadtteil Niederwürzbach nie vergessen und wird auch nie vergessen sein“, stellte Wilhelm heraus. Er lud alle Bürgerinnen und Mitbürger zur Mitarbeit auf: „Wer Kraft und Lust am Gestalten hat, ist mit Ideen immer willkommen“, so der CDU-Fraktionsvize im Stadtrat. Und er wandte sich auch an den neuen CDU-Bundestagsabgeordneten Markus Uhl, Schirmherr des diesjährigen Neujahrsempfangs in Niederwürzbach: „Beendet in Berlin endlich das Drama der Regierungsbildung“, rief er unter großem Applaus der zahlreichen Gäste dem Abgeordneten zu.

Markus Uhl sprach von einem historischen Moment, schließlich habe man in Berlin zeitgleich mit dem Neujahrsempfang auch mit den Sondierungen begonnen. Uhl ging auf bundespolitische Themen ein, ließ die für die Partei im Saarland sehr erfolgreichen Wahlkämpfe der CDU Revue passieren. Hier gab es viel Lob und auch Dank für die aktiven Parteifreunde. Uhl setzte Akzente mit wirtschaftspolitischen Thesen, sprach sich energisch für die Alters- und Identitätsüberprüfung von Flüchtlingen und gegen die Einheitsversicherung im Gesundheitswesen aus. Auch er hoffe auf eine zügige Regierungsbildung, verwies indes auch darauf, dass sich das Parlament nun organisiert habe und man zügig mit der Ausschussarbeit beginnen werde. Und einen kleinen saarländischen Schuss Humor gab es dann auch noch: Mit Anke Rehlinger, Annegret Kramp-Karrenbauer und Peter Altmaier seien drei Saarländer im Verhandlungsteam: „Und wenn es nicht klappt, dann machen wir halt eine saarländische Lösung“, lachte der Abgeordnete und neue Generalsekretär seiner Partei im Saarland.