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Männer trifft die aktuelle Wirtschaftskrise härter

St. Ingbert/Blieskastel. Auch in unserer Region wurde die sonst übliche Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt im April von der Konjunkturschwäche überlagert. Das zeigt der Arbeitsmarktbericht, den die Agentur für Arbeit am vergangenen Donnerstag vorgelegt. Demnach waren in St. Ingbert 1330 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 19 Personen mehr als noch Ende März Von SZ-Redakteur Manfred Schetting

St. Ingbert/Blieskastel. Auch in unserer Region wurde die sonst übliche Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt im April von der Konjunkturschwäche überlagert. Das zeigt der Arbeitsmarktbericht, den die Agentur für Arbeit am vergangenen Donnerstag vorgelegt. Demnach waren in St. Ingbert 1330 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 19 Personen mehr als noch Ende März. Im Bereich der Arbeitsagentur-Geschäftsstelle Blieskastel, die für die Stadt Blieskastel sowie die Gemeinden Mandelbachtal und Gersheim zuständig ist, stieg die Zahl der Erwerbslosen um zwölf Personen auf 1017 an. Die Arbeitslosenquote blieb allerdings die niedrigste im Saarpfalz-Kreis. Hier waren insgesamt 5021 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, woraus sich eine Arbeitslosenquote von 6,7 Prozent."Trotz ausbleibender Frühjahrsbelebung und eines fortgesetzten Zustrom neuer Arbeitsloser hielt sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Saarpfalz-Kreis dennoch in Grenzen", sagt Susanne Haben, Geschäftsführerin der auch für Teile des Saarpfalz-Kreises zuständigen Agentur für Arbeit Neunkirchen. Gedämpft wurde nach ihren Angaben die Zunahme der Arbeitslosigkeit vor allem dadurch, dass zahlreiche Betriebe ihre konjunkturbedingten Auftragsrückgänge mit Kurzarbeit überbrücken. "Diese Entwicklung trifft insbesondere Männer. Frauen, die weitaus stärker in den Dienstleistungsberufen repräsentiert sind, sind bislang von der Wirtschaftskrise noch nicht so stark betroffen." Der Männeranteil in den gewerblichen Berufen, die stärker unter der Rezession zu leiden haben, sei deutlich ausgeprägter.Von den im Saarpfalz-Kreis arbeitslos Gemeldeten waren im Übrigen 2242 Kunden der Agentur für Arbeit, 2779 bezogen Leistungen der ARGE Saarpfalz. Demnach beziehen immerhin über 55 Prozent der arbeitslosen Frauen und Männer steuerfinanzierte Arbeitslosengeld II.Weiter offene StellenInsgesamt haben im April Betriebe und Verwaltungen dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und der ARGE Saarpfalz 241 neue Stellen gemeldet, 52 mehr als im März. Am Monatsende lagen noch 376 unbesetzte Stellenangebote vor. Gesucht wurden vor allem Erzieherinnen, Lehrer, Altenpfleger, Krankenschwestern und -pfleger, Verkaufsförderer und Außendienstmitarbeiter. Außerdem lagen noch Vermittlungsaufträge für Köche, Restaurantfachleute, Raumpfleger, Lagermitarbeiter und Staplerfahrer vor. Entsprechend rückläufig zeigten sich Offerten in der Metall- und Elektroindustrie, der Produktion und dem Baubereich.