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Kurkonzert
Längst eine musikalische Erfolgsgeschichte

Im 15. Jahr begeisterte der Orchesterverein Lautzkirchen mit Andreas Kiefer am Pult 200 Zuhörer beim seinem Neujahrskonzert in den Mediclin-Kliniken.
Im 15. Jahr begeisterte der Orchesterverein Lautzkirchen mit Andreas Kiefer am Pult 200 Zuhörer beim seinem Neujahrskonzert in den Mediclin-Kliniken. FOTO: Hans Hurth
Lautzkirchen. Dem Orchesterverein Lautzkirchen blieb es einmal mehr vorbehalten, den Veranstaltungsreigen 2018 per Neujahrskonzert zu eröffnen.

Im 15. Jahr in Folge blieb es dem Orchesterverein Lautzkirchen (OVL) vorbehalten, den Veranstaltungsreigen der Stadt Blieskastel Mitte Januar in den Mediclin- Klinken zu eröffnen. Jürgen Trautmann, Vorsitzender des OVL hatte die Idee zum musikalischen Jahresauftakt, die zur Erfolgsgeschichte wurde und mit 200 Besuchern stets binnen Tagen ausverkauft ist. „Dem OVL gebührt Dank, denn er bereichert in unserer Stadt bei vielen Gelegenheiten das kulturelle Leben, so auch beim Klosterfest“, lobte Bürgermeisterin Annelie Faber- Wegener.


Unter den Zuhörern besonders begrüßt: Benedikt Schneider. Der Saxofonist lauschte nach einem Unfall den Klängen seiner Freunde. Beim Einmarsch der 18 Musiker fehlten die fünf Trompeter, Dirigent Andreas Kiefer war sprachlos – doch nur kurz: Als Gag hatten sich die Trompeter im hinteren Teil des Saales aufgestellt und leiteten mit einem Extra- Ständchen den Vormittag ein. In launigen Worten führte Jürgen Trautmann durch ein Programm, das alle Genres der Blasmusik bereithielt. Die Zuhörer ließen sich von bekannten Melodien ins neue Jahr tragen. Es gab eine musikalische Reise durch viele internationale Länder mit Start in Karls-
bad. Rasant der „Raketenflug“, ein Marsch von Sepp Tanzer. Gemütlich ging es auf der Karlsbad- Promenade mit einem Walzer von Karel Valdauf weiter.

Bei Gerald Oswalds „Sunny Side Up“ dominierte das Schlagzeug, und die „Rhapsody from Scotland“ sah vor allem die Waldhörner um Rainer Schetting und Peter Becker grandios aufspielen. Seit Jahren gehört beim Jahresauftakt ein Sängerinnen- Chor der weiblichen Akteure am Instrument dazu, diesmal verstärkt durch drei stimmgewaltige Kollegen. Nach dem bekannten Floh von Erasmus Widmann begeisterte die Aufführung des Lautzkircher Bohnenliedes.

Vor exakt 60 Jahren hatten Friedel Matheis, Erich Uhl und Adolf Plinius diesen Ohrwurm getextet. Dirigent Kiefer packte die Hymne nun in ein neues Arrangement. Stimmlich ausgewogen die gekonnte Einlage. Die Zuhörer, darunter Ex- Posaunist Manfred Prechtl stimmten in den Refrain gerne ein. Von Johann Strauß gab es neben der Annen- Polka mit „Es gibt nur a Kaiserstadt, nur a Wien“ eine mächtige Polka. Damals gewissermaßen der Nabel der Musikwelt, fühlten sich die Gäste in Lautzkrichen heuer richtig wienerisch. Bei einem Medley von Udo Jürgens- Liedern wurden Erinnerungen an den großen Künstler wach, und beim Marsch „Zum Städtel hinaus“ animierte das flexible und spielfreudige Ensemble die Zuhörer zum Mitklatschen.

Der Enthusiasmus und der Schwung, mit dem die Musiker aufspielten, wirkten richtig ansteckend. Ehrensache die Zugaben, bei denen zum Abschluss der beliebte Radetzky- Marsch nicht fehlen durfte. Minutenlanger, stehender Applaus lohnte die tollen 115 Minuten bester Unterhaltung. Für Dirigent Andreas Kiefer, seinen Vertreter Erik Freidinger und die Musiker gab es anschließend zu Recht Komplimente zuhauf.