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Bienenkorb
Ein volles Haus bei Gaby Klees

 Gaby Klees erinnerte im Kulturcafé Bienenkorb an die Bedeutung des Internationalen Weltfrauentags mit Text- und Musikbeiträgen verschiedenster Komponisten.
Gaby Klees erinnerte im Kulturcafé Bienenkorb an die Bedeutung des Internationalen Weltfrauentags mit Text- und Musikbeiträgen verschiedenster Komponisten. FOTO: Wolfgang Degott
Homburg/Wolfersheim. Die Wolfersheimerin gab im „Bienenkorb“ ein Konzert zum Weltfrauentag.

Zum vierten Mal präsentierte Gaby Klees im Kultur-Café Bienenkorb ihres Wohnortes ein kleines Musikprogramm im Dunstkreis des Weltfrauentages. Sie erinnerte dabei unter anderem an Marie Juchacz, die Gründerin der Arbeiterwohlfahrt und SPD-Politikerin Rosa Luxemburg, die 1919 als erste Frau im Reichstag und somit in einem Parlament eine Rede hielt, aber auch an Clara Zetkin, die 1910 auf dem II. Kongress der Sozialistischen Internationale in Kopenhagen mehr Gleichberechtigung für Frauen („keine Sonderrechte, sondern Menschenrechte“) gefordert hatte. Ein Jahr später wurde der erste internationale Weltfrauentag gefeiert.


Unter anderem mit dem „Lied der Hausarbeit“ oder „Armer Johnny“, in dem es um die Thematik häuslicher Gewalt geht, unterstrich sie die hohe Bedeutung des Gedenktages. Auch wolle sie an die, „die vor uns gelebt haben und viele Dinge erkämpft haben“ und daran erinnern, dass noch vieles angepackt werden müsse. „Seit meiner Jugend finde ich es als Frau ganz wunderbar, diesen Tag zu begehen“, so Klees. In ihrem Repertoire, das sie vor „vollem Haus“ vortrug, waren zum allergrößten Teil Titel in denen es um die Themen Rechte der Frauen, Gewalt gegen Frauen, Frauen in der Politik, Kinder und Frauen, ging, die mit Stimme und Gitarre vorgetragen wurden. Sie freute sich auch darüber, dass auch heutige junge Künstler das Thema immer wieder aufgreifen, dabei auch innerhalb des bekannten Liedes an den Slogan „Brot und Rosen“ erinnern.

Dabei steht das Brot für den Lohn und Rosen für menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen für Frauen. Der Slogan selbst stammt aus einer Rede der New Yorker Gewerkschafterin Rose Schneiderman, wurde 1912 eine Streik-Parole und auch als Lied mit dem Streik von mehr als 20 000 Textilarbeiterinnen in Lawrence (Massachusetts) bekannt.