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Knackpunkte sind ausgeräumt

Blieskastel. Im Juni dieses Jahres hat der neue Blieskasteler Stadtrat in seiner ersten Sitzung die Beigeordneten Georg Wilhelm (CDU) und Brigitte Adamek-Rinderle (Grüne) gewählt und damit eine neue Kooperation in der Stadtpolitik eingeleitet: CDU und Grüne gehen künftig gemeinsame Wege Von SZ-Redakteur Joachim Schickert

Blieskastel. Im Juni dieses Jahres hat der neue Blieskasteler Stadtrat in seiner ersten Sitzung die Beigeordneten Georg Wilhelm (CDU) und Brigitte Adamek-Rinderle (Grüne) gewählt und damit eine neue Kooperation in der Stadtpolitik eingeleitet: CDU und Grüne gehen künftig gemeinsame Wege. Die Spitzen beider Parteien haben die Eckpunkte ihrer künftigen Zusammenarbeit verhandelt und gaben jetzt Einblicke in ihre Kooperation. Wie die Vorsitzenden der CDU und der Grünen in Blieskastel, Jörg Kohl und Martin Dauber (Fotos: SZ), gegenüber unserer Zeitung erklären, hätten die Parteigremien der Zusammenarbeit bereits zugestimmt. Noch im November sei eine gemeinsame Klausurtagung der Fraktionen unter Einbezug der FDP geplant, die als Partner der CDU weiterhin eingebunden bleibe. Für die FDP sitzt Werner Weihrauch im Stadtrat. Alle Gespräche seien sehr konstruktiv verlaufen, so die Verhandlungsteilnehmer. "Wir haben große inhaltliche Überschneidungen, gemeinsame Ziele und Projekte identifiziert. Knackpunkte offen angesprochen und ausgeräumt", ist übereinstimmend zu hören. Es sei mittlerweile eine belastbare freundliche Arbeitsatmosphäre entstanden, so Martin Dauber für die Bündnisgrünen. Aufgrund eigener Erfahrungen aus zehn Jahren Opposition strebten die Grünen ein möglichst konstruktives Arbeitsklima zu allen Fraktionen im Rat an. "Angesichts der vielfältigen Aufgaben des Stadtrates ist eine verlässliche Ratsmehrheit wichtig für Blieskastel. Diese haben wir nun gefunden. Die CDU wird ihre konstruktive Sachpolitik der vergangenen Jahre fortsetzen. Auch mit der Stadtverwaltung und mit unserer Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener wird die neue Ratsmehrheit eng zusammenarbeiten", erklärte der Fraktionsvorsitzende der CDU im Stadtrat, Holger Schmitt. Nachhaltig wirtschaftenDie Bereiche Biosphäre, Tourismus und nachhaltige Waldwirtschaft wollen beide Parteien künftig stärker entwickeln, ihr Engagement bei den Themen Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing ausbauen, so CDU und Grüne. Neue Schwerpunkte wollen die Partner in den Bereichen erneuerbare Energien und Energiesparen setzen. Nachhaltige Raumplanung, Familien, Seniorenpolitik würden weitere Schwerpunkte der kommenden fünf Jahre sein. Auch bei Schulen, Kindergärten und der Kinderbetreuung seien konkrete Vereinbarungen getroffen worden, ebenso für Feuerwehren, Vereine, Kultur und die Jugendarbeit. Für das kommende Jahr rechnen Christdemokraten und Grüne ferner mit eventuell notwendigen Haushaltssicherungsmaßnahmen, die gemeinsam bewältigt werden sollen, hieß es.