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Biosphäre Bliesgau
Klimaschutz soll ein Thema bleiben

Blieskastel. Das EU-Förderprogramm Zenapa wird Biosphärenzweckverband unterstützen. red

 Der Biosphärenzweckverband Bliesgau setzt auch in den kommenden Jahren seine Aktivitäten im Bereich des Klimaschutzes fort. Unterstützung erhält er dabei über das EU-Förderprogramm Zenapa, an dem sich neben dem Zweckverband auch der Saarpfalz-Kreis und die Stadt St. Ingbert beteiligen. Seit neuestem können sich Verbraucher mit Hilfe von drei neu entwickelten Filmen über die Klimaschutzaktivitäten im Biosphärenreservat Bliesgau informieren.  Als eines von elf Großschutzgebieten in Deutschland beteiligen sich der Biosphärenzweckverband Bliesgau zusammen mit dem Saarpfalz-Kreis und der Stadt St. Ingbert am Life-IP-Projekt Zenapa der EU. Zenapa steht für Zero Emission Nature Protection Areas. Die EU möchte damit im Zeitraum von 2017 bis 2024 investive Maßnahmen, Projekte und Kampagnen in den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, nachhaltige Mobilität und Landnutzung auf den Weg bringen. Konkret ist etwa daran gedacht, Klimaschutzkonzepte zu entwickeln, Nahwärmenetze zu errichten, die Photovoltaik auszubauen, Dämmmaßnahmen an Gebäuden inklusive Fledermausschutzkonzepten zu realisieren sowie nachhaltige Landnutzungsformen wie die Anlage von Bauernhecken oder der Anbauvielfalt zu etablieren. Teil der Maßnahme ist auch die Finanzierung eines Klimawandelmanagers, der die Projektkoordination sowie die Umsetzung der Maßnahmen begleiten soll. Für die verschiedenen Projekte stellt die EU den Partnern während der Laufzeit etwas über 650 000 Euro zur Verfügung. Das Vorhaben wird koordiniert vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) des Umweltcampus Birkenfeld. „Mit dem EU-Projekt können wir die Klimaschutzaktivitäten als wichtiges Handlungsfeld innerhalb des Biosphärenreservats Bliesgau verstetigen und weiter forcieren“, so der Verbandsvorsteher des Biosphärenzweckverbands, Theophil Gallo. Die Beteiligten versprechen sich vom Projekt und von den zahlreichen Maßnahmen auch zusätzliche Effekte. „Wir sind sicher, dass wir am Ende des Projekts Investitionen in einer Größenordnung von mehreren Millionen Euro etwa durch die Sanierung von Gebäuden oder im Bereich der Elektromobilität ausgelöst haben werden“, so der derzeitige Klimaschutzmanager und zukünftige Klimawandelmanager Hans-Henning Krämer. Fast zeitgleich mit dem EU-Projekt veröffentlicht die Stadt St. Ingbert in Zusammenarbeit mit dem Biosphärenzweckverband eine dreiteilige Filmreihe mit konkreten Projekten zum Klimaschutz in der Region.