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Blieskastel
Kleinode am Wegesrand und Theobald Hock im Blickpunkt

Blieskastel. Die Katholische Erwachsenenbildung Saarpfalz lädt in dieser Woche zu zwei Vorträgen in Blieskastel ein. red

Die Katholische Erwachsenenbildung Saarpfalz (KEB) und das Kloster Blieskastel laden für den morgigen Donnerstag, 13. September, um 19.30 Uhr zu dem Vortrag mit Bildern „Kleinode an saarpfälzischen Wegrändern“ in die Pilgerrast am Wallfahrtskloster (Klosterweg 35) nach Blieskastel ein. Referent ist Martin Baus, Amt für Heimat- und Denkmalpflege Saarpfalz. Zumeist werden sie bestenfalls beiläufig zur Kenntnis genommen oder auch gleich ganz übersehen, die in der Tat unscheinbaren Relikte saarpfälzischer Vergangenheit, die sich in Feld und Flur, aber auch in Stadt und Dorf aus alten Zeiten erhalten haben. Grenzsteine erzählen von längst untergegangenen Herrschaftszeiten, Denkmale erinnern an Kriege, und die damit verbundenen Opfer, Kreuze berichten von Gelübden, Unglücken und Schicksalen. Zunehmend seltener werden Hauszeichen, die über Bewohner und ihre Berufe Auskunft geben, und noch größere Seltenheiten sind historische Grabsteine, die zunehmend der um sich greifenden Modernisierungsmanie auf Friedhöfen zum Opfer fallen. Derlei Attraktionen en miniature stehen im Mittelpunkt des Vortrages.


Die KEB und das Kloster Blieskastel laden an diesem Mittwoch, 12. September, um 19 Uhr zu Vortrag und Lesung „Theobald Hock – Dichter und politischer Agent in unruhiger Zeit“ in die Pilgerrast am Wallfahrtskloster ein. Referent ist Literaturwissenschaftler Dr. Reiner Marx. Der 1573 in Limbach geborene Theobald Hock ist der bedeutendste Dichter unserer Region. Mit seinem einzigen literarischen Werk, der Lyriksammlung „Schönes Blumenfeldt“ von 1601, hat er in einer Zeit und Umgebung, in der Neulatein noch die vorherrschende Sprache der Gelehrten und Schriftsteller war, den ersten deutschsprachigen Gedichtband eines einzelnen Autors veröffentlicht.