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Mimbach
Kitakinder pflanzen Lutherbäumchen

Pfarrerin Ines Weiland-Weiser, Michaela Towae, Kita Leiterin Heidrun Klier, Erika Hussong und Herta Hertel vom Presbyterium sowie Sonja Weinmann (von links) pflanzten mit den Kindern das Lutherbäumchen.
Pfarrerin Ines Weiland-Weiser, Michaela Towae, Kita Leiterin Heidrun Klier, Erika Hussong und Herta Hertel vom Presbyterium sowie Sonja Weinmann (von links) pflanzten mit den Kindern das Lutherbäumchen. FOTO: Hurth
Mimbach. Das Gewächs in Mimbach ist eines von 73 Partnerschaftsgehölzen zum Luthergarten in Wittenberg. Von Hans Hurth

Bäume sind in allen Zeiten und in allen Religionen zu mythologischer Bedeutung, ja geradezu Verklärung gekommen, so etwa der Baum der Erkenntnis.


Viele Baumlegenden beschäftigen sich auch mit Martin Luther, der zentralen Persönlichkeit der Reformation, der sich in seiner freien Zeit gerne im Garten aufhielt und sich an Blumen und Bäumen erfreute. Überall wurden und werden Luthereichen, Lutherbuchen oder Lutherlinden gezeigt, die mehr oder weniger als verbriefte Legenden verbunden sind.

Eine der bekanntesten ist die Luthereiche in Wittenberg, wo an dem Tor zur Schlosskirche Martin Luther seine 95 Thesen nagelte. Zum Abschluss des Jubiläums „500 Jahre Reformation“ pflanzte die protestantische Kirchengemeinde Mimbach im barocken Bauerngarten einen Apfelbaum. Die Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz hatte dazu Kirchengemeinde und kirchliche Einrichtungen aufgerufen.

„Wir haben für unsere Gemeinde und unsere Kindertagesstätte ein Bäumchen der Sorte Adams Pirmäne bestellt und freuen uns auf erste Früchte, die wir ernten“, erklärten Pfarrerin Ines Weiland- Weiser und die Leiterin der Kita Heidrun Klier. Denn Martin Luther hatte gesagt: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“

Mit Begeisterung und Eifer halfen die Jüngsten mit kleinen Schaufeln bei der Pflanzaktion. Freudige Überraschung für die fleißigen kleinen Hände: Helma Hertel und Erika Hussong vom Presbyterium sowie Chorleiter Rudolf Hertel hatten einen Korb voller frischer Äpfel mitgebracht, die Kinder griffen zur Stärkung da gerne zu. Das Bäumchen in Mimbach ist eines von 73 Apfelbäumchen, die als Partnerschaftsbäume zum weltumspannenden Reformationsdenkmal Luthergarten in Wittenberg gepflanzt wurden.



Dieser Luthergarten ist ab dem Jahre 2009 vor der Stadt entstanden, die Bäume erweitern das Netz und weisen über das Lutherjahr hinaus. „Reformation wächst weiter, trägt Früchte, treibt Blüten, ist voller Energie“, steht auf dem Hinweisschild neben dem Mimbacher Bäumchen.

„Mit dessen Pflanzung wollen wir in einer manchmal hoffnungslos erscheinenden Welt ein Zeichen der Hoffnung setzen“, betonte Ines- Weiland- Weiser abschließend. „Iss einen Apfel jeden Tag und du bleibst gesund“- so das bekannte Sprichwort.

Ein weiterer Grund, das Luther- Apfelbäumchen mit Adams Pirmäne im Mimbacher Barockgarten nahe der Kita zu pflanzen.