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Kita Bierbach
Pfarrer weist SPD-Kritik zur Kita Bierbach zurück

Blieskastel. Pfarrer Eric Klein hat die Kritik der SPD-Stadtratsfraktion an der Einweihungsfeier der Kita in Bierbach zurückgewiesen (wir berichteten). Der Seelsorger der Pfarrei Heilige Familie Blieskastel merkt in einer Stellungnahme an: „Hätten die bei der Feier anwesenden SPD-Mitglieder die voreingenommene rote Brille abgenommen und genau zugehört, dann wäre ihnen aufgefallen, dass bei dem Fest die Kinder im Vordergrund gestanden haben.“ Aus diesem Grund sei auf eine protokollarische Begrüßung und Nennung entschuldigter Personen verzichtet worden. red

Zu den Entschuldigten hätten auch die Vertreter des Landes-, des Kreisjugendamtes und der Landrat, die alle eingeladen gewesen seien. „Daher kam Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener die Aufgabe zu, gemeinsam mit der Ortsvorsteher für die Geldgeber zu sprechen“, schreibt Klein.


Die SPD-Kritik könne man auch so verstehen, als habe die Stadt bei der Kita in Bierbaxh der Kirchengemeinde Geld geschenkt. Fakt sei aber, dass hier in die Kinder der Gemeinde und damit die Zukunft unserer Gesellschaft investiert worden sei. Klein: „Hierfür wurde während des Gottesdienstes mehrfach gedankt.“ Als freier Träger unterstützt die katholische Kirche hier die politisch Verantwortlichen und entlaste so deren Haushalt. Hinsichtlich des Trägeranteils an den Personalkosten müsse man festhalten, dass der Ausbau für Kinder unter dem dritten Lebensjahr eine politische Entscheidung war. Hier habe die Kirche lediglich den Ist-Zustand festgehalten und die Kosten für den Trägeranteil für die zusätzlichen Gruppen und Personal nicht übernommen.

Für Bierbach bedeute dies, dass von der katholischen Kirche (Diözese Speyer) weiterhin zehn Prozent Trägeranteil an den Personalkosten (48 900 Euro) und 5600 Euro als Sachkostenzuschuss gezahlt werden. Pfarrer Klein verweist auch darauf, dass die Pfarrei Heilige Familie für drei weitere Kindertagesstätten im Stadtgebiet die Trägerschaft übernommen hat (Alschbach, Lautzkirchen und Niederwürzbach). Hier liege der Trägeranteil an den Personalkosten 2017 bei 102 750 Euro und der Sachkostenzuschuss bei 16 600 Euro. „Diese Kirchensteuergelder kommen Kindern ausgetretener Eltern ebenso zugute wie Kindern anderer Religionsgemeinschaften oder Konfessionen. Wir investieren dieses Geld als Kirche gerne in die Kinder und deren Entwicklung“, meint der Pfarrer.