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John Taveners "Swjatyi" zum Jubiläum

Blieskastel. Zum 35-jährigen Bestehen des "Freundeskreises Saarpfälzische Musiktage" in der Schlosskirche Blieskastel führte das Collegium Vocale Blieskastel unter seinem Dirigenten Christian von Blohn John Taveners "Swjatyi" auf. Begleitet wurde das Ensemble von Claudia Limberg am Cello

Blieskastel. Zum 35-jährigen Bestehen des "Freundeskreises Saarpfälzische Musiktage" in der Schlosskirche Blieskastel führte das Collegium Vocale Blieskastel unter seinem Dirigenten Christian von Blohn John Taveners "Swjatyi" auf. Begleitet wurde das Ensemble von Claudia Limberg am Cello. Ausgangspunkt für Taveners kompositorisches Schaffen war schon vor seiner Konversion die christliche Religion, seit seiner Konversion sind Theologie und Spiritualität der orthodoxen Kirche und ihre Musik Basis seiner Werke. Tavener übernimmt allerdings die Tradition nicht einfach, sondern führt sie in eine eigene Tonsprache über. Seine von Beginn an eklektisch konzipierten Werke wurzeln so tief in der Vergangenheit und sind zugleich modern. Seine Musik ist nicht zuerst für den Konzertsaal, sondern vielmehr für den sakralen Raum und die damit verbundene Liturgie gedacht, speziell für die der orthodoxen Kirche. Selbst Taveners Instrumentalmusik (etwa The Protecting Veil für Cello und Streicher) geht von Riten aus und ist für Kirchen gedacht. red