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Jahreshauptversammlung
Der Ballweiler Feuerwehr fehlt der Nachwuchs

Die geehrten und beförderten Feuerwehrfrauen und -männer im Löschbezirk Ballweiler-Wecklingen.
Die geehrten und beförderten Feuerwehrfrauen und -männer im Löschbezirk Ballweiler-Wecklingen. FOTO: Pascal Kochert
Ehrungen und Beförderungen bei der Jahreshauptversammlung des Löschbezirks Ballweiler-Wecklingen. Mitgliederentwicklung bereitet Sorgen.

Ballweiler-Wecklingen (red) Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Löschbezirks Ballweiler-Wecklingen am Samstag, 21. April, durfte Löschbezirksführer Torsten Schmitt den Wehrführer der Stadt Blieskastel, Michael Nehlig, den Beauftragten der Stadt Blieskastel für die Jugendfeuerwehr, Andreas Schiweck, Udo May als Vertreter des Pfarrgemeindesrates und alle Feuerwehrkameraden begrüßen. Wie der Löschbezirk vergangenen Freitag mitteilte war auch die zuständige Sachbearbeiterin für das Feuerwehrwesen, Nicole Graul sowie Ortsvorsteher von Ballweiler und Wecklingen, Stefan Noll und dessen stellvertreter, Wolfgang Germann, anwesend.


Löschbezirksführer Schmitt erläuterte in seinem Tätigkeitsbericht die aktuelle Personalsituation im Löschbezirk und berichtete über die zehn Einsätze des vergangenen Jahres, sowie über die 32 absolvierten theoretischen und praktischen Übungen.

Besonders erfreulich sei der rege Besuch von Ausbildungsangeboten wie etwa Atemschutzgeräteträger, Sprechfunker, Truppführer, der Besuch der Landesfeuerwehrschule mit dem Brandhaus in Saarbrücken oder Erste-Hilfe-Lehrgängen.

Sorgen machten ihm die aktuelle Entwicklung der Mitgliederzahlen mit Auswirkungen auf die Sollstärke. „Es wird leider immer schwieriger, Nachwuchs zu finden und aufgrund verschiedener Lebens- und Berufssituationen verlassen einzelne Feuerwehrmänner den Löschbezirk“, sagt Torsten Schmitt und sieht Zukunftsprobleme auf die Feuerwehr zukommen. Der Löschbezirk verfüge derzeit über 21 hervorragend aus- und fortgebildete aktive Feuerwehrleute und über zehn Kameraden mit Zulassung zum Einsatz unter Atemschutz. In der Altersabteilung sind neun Kameraden.

Der Nachwuchs mit aktuell 13 Mitgliedern in der Jugendfeuerwehr, darunter zwei Mädchen, sei motiviert. Durch den Beauftragten der Jugendfeuerwehr, Lars Germann, und seinen Helfern, Dennis und Sascha Harz, würden die Mädchen und Jungen im Alter von acht bis 15 Jahren – mit viel Zeitaufwand und oftmals großer Geduld – gut auf den Dienst in der aktiven Abteilung vorbereitet.



Besondere Erwähnung fanden die Aktivitäten mit den lange befreundeten Feuerwehrkameraden aus dem französischen Hottviller, die im vergangenen Jahr ganz besonders zahlreich gewesen wären. Ein Höhepunkt sei die gemeinsame deutsch-französische Feuerwehrübung an dem ehemaligen Schulgebäude in Ballweiler gewesen, an dem die Kameraden aus Hottviller mit ihrem Fahrzeug teilgenommen hatten. „Bei einem Gegenbesuch in Hottviller konnten wir mit unseren Fahrzeugen eine größere Übung mit den Kameraden absolvieren und zum Abschluss die Freiwillige Feuerwehr in Bitche besichtigen“, berichtete Schmitt.

In ihren Grußworten stellten Wehrführer, Stadtjugendfeuerwehrbeauftragter, Vertreter der Stadtverwaltung und Ortsvorsteher ganz deutlich dar, wie wichtig der Dienst der Feuerwehrleute für die Gemeinschaft ist und dass der Löschbezirk sehr rege ist und eine hervorragende Nachwuchsarbeit leistet. „Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener lässt sich entschuldigen, da sie zurzeit bei einer Parallelveranstaltung ist. Sie möchte sich aber ganz herzlich für das überaus hohe Engagement des Löschbezirkes bedanken“, sagte Marco Nehlig.

Auch Ortsvorsteher Stefan Noll zollte große Anerkennung für die Unterstützung des Löschbezirks bei vielen Projekten des Ortsrates, wie bei der „picobello“-Aktion. Im Anschluss an die Grußworte wurden durch den Wehrführer und den Ortsvorsteher Beförderungen und Ehrungen vorgenommen.