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Im Einsatz auch bei ABC-Gefahren

Die saarländischen ABC-Erkundungs-Fahrzeuge der Feuerwehr vor dem Übungsbeginn in Merzig. Foto: Feuerwehr
Die saarländischen ABC-Erkundungs-Fahrzeuge der Feuerwehr vor dem Übungsbeginn in Merzig. Foto: Feuerwehr FOTO: Feuerwehr
Breitfurt. Da auch das Aufspüren radioaktiver Gefahren zu den Aufgaben der Feuerwehr zählt, müssen die Wehrleute dies auch regelmäßig üben. An einer solchen Übung nahm nun auch der Löschbezirk Breitfurt teil. bea

Nicht nur beim Löschen von Bränden und der Durchführung von technischer Hilfe jeglicher Art ist die Feuerwehr gefragt. Zum erweiterten Aufgabengebiet der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Blieskastel, Löschbezirk Breitfurt, zählen auch das Aufspüren von radioaktiven und chemischen Gefahren sowie die Probenahme bei biologischen Gefährdungen.
Messfahrzeug vom Bund



Zu diesem Zweck wurde vom Bund für jeden Landkreis ein Messfahrzeug (ABC-Erkunderkraftwagen, ABC steht für atomare, biologische und chemische Gefahren) angeschafft und unterhalten, wobei das Fahrzeug für den Saarpfalz-Kreis bei dem Löschbezirk Breitfurt stationiert ist. Vor kurzem wurde wieder eine gemeinsame Einsatzübung für radiologische Messungen aller saarländischen ABC-Erkunderkraftwagen angesetzt. Als Übungsgelände war das Gebiet links der Saar des Landkeises Merzig-Wadern in unmittelbarer Nachbarschaft des französischen Kernkraftwerkes Cattenom ausgesucht worden. Nach einer einstündigen Fahrt zum Landratsamt in Merzig , wo die Übungsleitung und Einsatzzentrale untergebracht waren, erfolgten die Übungseinweisung und die Bekanntgabe der ersten Messaufgaben. Hierbei wurden der Fahrzeugbesatzung die Kartenkoordinaten des auszumessenden Geländepunktes mitgeteilt. Nachdem der Zielort auf der Karte ermittelt war, begann die erste Messfahrt, wobei die Fahrzeugbesatzung selbst den geeigneten Anfahrtsweg zum Messpunkt herausfinden musste. Die Landstraßen waren trocken und gut befahrbar, was aber für die Feldwege nicht galt. Hier herrschte auf Grund der Höhenlage noch tiefer Winter mit spiegelglatten Eisflächen, großen Schneehöhen und teilweise heftigen Schneeverwehungen was dem allradgetriebenen Fahrzeug und dem Fahrer allerhand abverlangte, aber auch wichtige Erkenntnisse über die große Leistungsfähigkeit des Fahrzeuges offenbarte. Nacheinander wurden so die über Funk mitgeteilten weiteren Messaufträge erledigt und die Messdaten im Bordcomputer gespeichert. Am frühen Nachmittag war dann Übungsende mit Treffpunkt wieder am Landratsamt in Merzig . Nach Übergabe der Messergebnisse an die Übungsleitung, einer kurzen gemeinsamen Abschlussbesprechung, sowie einer kräftigen Suppe im Merziger Feuerwehrhaus machte man sich, um etliche Erkenntnisse reicher, auf die Heimreise.