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Stadtrat Blieskastel
Ideales Umfeld für die Seniorenresidenz

Auf dem Gelände der alten Würzbachhalle, zwischen den Tennisplätzen und der Fußgängerbrücke zur Kita, soll die neue Seniorenresidenz entstehen.
Auf dem Gelände der alten Würzbachhalle, zwischen den Tennisplätzen und der Fußgängerbrücke zur Kita, soll die neue Seniorenresidenz entstehen. FOTO: Erich Schwarz
Blieskastel. Die Blieskasteler Stadträte haben in ihrer jüngsten Sitzung grünes Licht für den Bebauungsplan der Seniorenresidenz in Niederwürzbach gegeben. Von Erich Schwarz

Der Stadtrat Blieskastel hat in seiner Jahresabschlusssitzung durch die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans den Weg frei gemacht für die Errichtung einer Seniorenresidenz in Niederwürzbach. Der Antrag war von der Firma Boesen in Kirkel gestellt worden. Firmeninhaber Dietmar Boesen beabsichtigt, auf dem Areal der alten Würzbachhalle eine Seniorenresidenz zu errichten (wir berichteten). Boesen will eine Senioren-Pflegeeinrichtung mit etwa 72 Pflegebetten sowie vier bis acht Kurzzeitpflegebetten errichten. Ergänzend sei geplant, in direkter Nachbarschaft drei Einzelgebäude mit jeweils zwölf barrierefreien seniorenbetreuten Wohneinheiten zu bauen. Eine Tiefgarage soll den Stellplatzbedarf abdecken. Weiterhin soll ein oberirdischer Verbindungsgang die einzelnen Gebäude verbinden, wodurch im Bedarfsfalle eine 24-Stunden-Betreuung in den einzelnen Wohneinheiten sichergestellt ist. Die Seniorenresidenz soll auf dem Gelände der alten Würzbachhalle errichtet werden. Sie reicht von den Tennisplätzen bis hin zur Fußgängerbrücke, die zur Kindertagesstätte führt.



Die Flächen befinden sich im Eigentum der Stadt Blieskastel. Der ursprüngliche Bauplan aus dem Jahre 1983 sah die Bebauung durch die Würzbachhalle (alt) vor, daran nach Osten anschließend sollten sportliche Freizeitflächen entstehen, etwa für Federball oder Kleingolf. Nach dem Bebauungsplan aus dem Jahre 2009 wurde dann die neue Würzbachhalle in westlicher Richtung gebaut. Für die Fläche der alten Halle wurde die Festsetzung einer Grünfläche getroffen, mit der besonderen Zweckbestimmung Bouleplatz, Beachvolleyball- und Faustballplatz. Damit war man seinerzeit dem Turnverein Niederwürzbach entgegen gekommen, der seinen alten Sportplatz als Baufläche für die neue Halle zur Verfügung gestellt hatte. Nach Verhandlungen mit der Vereinsspitze konnte die Einigung erzielt werden, von der Umsetzung der ursprünglichen Planes abzusehen.

Seitens der Verwaltung sieht man den Boesen-Plan offensichtlich auch positiv: „Der Stadtteil Niederwürzbach hat rund 3800 Einwohner. Eine vergleichbare Senioreneinrichtung gibt es derzeit vor Ort nicht. Die Einrichtung kann zukünftig eine Versorgungslücke im Bereich der Seniorenbetreuung schließen“, heißt es in der Verwaltungsvorlage für die Aufstellung des Bebauungsplans. Im Stadtrat wurde das Vorhaben von allen Fraktionen begrüßt. Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener stellte heraus, dass sich die Anlage – nach Durchsicht der ersten Pläne – sehr gut in die schöne Umgebung einpasse. Für die Grünen begrüßte Udo Schmidt das Vorhaben ebenfalls: „Im Bereich dieser Art von Immobilien gibt es einen großen Wachstumsbereich“, stellte der Webenheimer Grünen-Stadtrat heraus. Schmidt mahnt indes neueste Energiestandards an. Zudem solle ein Ladepunkt entstehen. Holger Schmitt (CDU) würdigte noch einmal die Vermittlung seiner Würzbacher Parteifreunde bei dem Bauvorhaben. Und: „Der Standort bietet ein ideales Umfeld für eine solche Einrichtung. Zudem wird dann der Schandfleck alte Würzbachhalle verschwinden“, so Schmitt. Antonio Reda (Die Linke) mahnte eine tariftreue Bezahlung der Pflegekräfte in der zukünftigen Einrichtung an. Auch SPD-Fraktionschef Guido Freidinger mahnte diese Tariftreue ebenfalls an. Zudem würde er es begrüßen, wenn neben der stationären Betreuung auch ambulante Pflege von der Einrichtung angeboten werden könnte. Kleines Scharmützel am Rande: Als Rüdiger Schaly (AfD) das Aufstellen von Bänken rund um die künftige Seniorenresidenz anregte, „gratulierte“ ihm Marius Hittinger (SPD) zum „ersten konstruktiven Beitrag der AfD im Stadtrat“.