| 20:42 Uhr

Dorffest
Hier wird Dorfgemeinschaft praktiziert

Spritziger Start des 26. Brenschelbacher Dorffestes beim Fassbieranstich durch Manfred Knieriemen, dem Vorsitzenden des veranstaltenden Vereins zur Förderung der Dorfgemeinschaft (links). Ihm assistierten (von links) Christian Leiner, der Chef der Feuerwehr, Ortsvorsteherin Yvonne Malter mit ihrem Ehemann Andreas sowie der stellvertretende Ortsvorsteher Oliver Leiner und Marc Knieriemen.
Spritziger Start des 26. Brenschelbacher Dorffestes beim Fassbieranstich durch Manfred Knieriemen, dem Vorsitzenden des veranstaltenden Vereins zur Förderung der Dorfgemeinschaft (links). Ihm assistierten (von links) Christian Leiner, der Chef der Feuerwehr, Ortsvorsteherin Yvonne Malter mit ihrem Ehemann Andreas sowie der stellvertretende Ortsvorsteher Oliver Leiner und Marc Knieriemen. FOTO: Wolfgang Degott
Brenschelbach. In Brenschelbach übten die Bürger am Wochenende bei ihrem Dorffest einmal mehr den Schulterschluss.

Zwei Tage feierten die Brenschelbacher und demonstrierten den Besuchern ihre intakte Dorfgemeinschaft beim 26. Dorffest. Ortsvorsteherin Yvonne Malter zeigte sich nach dem Fassbieranstich von Manfred Knieriemen, dem Vorsitzenden des veranstaltenden Vereins zur Förderung der Dorfgemeinschaft, begeistert. „Das Geheimnis unseres Festes ist der Dorfzusammenhalt, dass unsere Vereine aktiv sind und dass es keine Probleme gibt, Helfer zu finden“.


So waren denn auch über 100 Personen, die an den Ständen auf dem Dorfplatz im Schatten des Dorfgemeinschaftshauses, das ebenfalls von den Brenschelbachern selbst unterhalten wird, vereinsübergreifend aktiv. Die Speisekarte zeigte sich abwechslungsreich. Beim Faschingsverein war die selbst hergestellte Caipirinha-Bowle zu bekommen, beim Angelsportverein gingen Seelachsfilets über die Theke und bei den Landfrauen gab’s Speckwaffeln mit hausgemachtem Apfelmus und Brenschelburgern. Der Gesangverein hatte sich mit reichlich Flammkuchen gewappnet. Bei der Feuerwehr war der Spießbraten sonntags schnell ausverkauft. Neu im Reigen der Vereine war die Jagdgenossenschaft, die den Platz des aus Altersgründen nicht mehr aktiven FCS-Fanclubs übernahm. Sie hatten mit ihren hochprozentigen Spezialitäten eine Marktlücke geschlossen.

So fanden die Dorffestbesucher unter anderem ein sanftes Rehlein (Milchlikör), flotte Rammler (Marillenschnaps) oder auch die scharfe Wildsau (Schoko-Chili-Likör). Gemeinschaftlich wurde der Bierstand betrieben. Auf der Bühne heizte samstags die Zweibrücker Combo „Celebrate Music 4 you“ mächtig ein. Nachdem erstmal „Alpenrock“ unter anderem mit Titeln der Zillertaler Schürzenjäger, Hubert von Goisern oder auch Andreas Gabalier die Stimmung steigerten, fetzten sie mit Rock vom Feinsten los. Mit im Repertoire waren aktuelle Titel wie auch Oldies bis in die 1970er, die Gunter Luther (Akkordeon), Daniel Nickolai (Schlagzeug) und Stephan Alt (Gitarre) und Dennis Riegelmann (Gitarre) mitgebracht hatten. Sonntags gab’s nach der Premiere im Vorjahr zum Frühschoppen ein Wiedersehen mit dem 40-köpfigen Lemberger Blasorchester unter der Leitung von Martin Nibuhr. Debüt feierte die Ausstellung von Fahrzeug-Veteranen, Personenwagen und Traktoren.



Oldtimerliebhaber, darunter Udo Rubeck, Siegmund Klingler, Roland Kitto, Anton Schneider oder auch Siegesmund Günther stellten ihre Lieblinge auf die Straße. Mit dabei ein BMW 502, Baujahr 1955, Citroen C4 aus dem Jahr 1932 oder auch ein BMW 700 aus den 1960er Jahren. Auch die Traktoren, darunter ein Bautz mit 12 PS aus dem Jahr 1956, ein Lanz Bulldogg (1955) oder Porsche Standard, 25 PS, Baujahr 1956 fanden ihre interessierten Beobachter.

Der Erlös der Veranstaltung fließt in die Kassen der beteiligten Vereine und in eine Gemeinschaftskasse. „Wir haben den Anbau eines Lagerraumes ans Dorfgemeinschaftshaus und den Kauf von Spielgeräten für den Spielplatz geplant“, informierte die Ortsvorsteherin.