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Blieskastel
„Geschichten kann man nicht schöner erzählen als im Buch“

Zum Welttag des Buches kam der Kinder- und Jugendbuchautor Akram El-Bahay aus dem Rheinland in die Bliesgau-Festhalle, um aus seiner Fantasiegeschichte „Wortwächter“ .
Zum Welttag des Buches kam der Kinder- und Jugendbuchautor Akram El-Bahay aus dem Rheinland in die Bliesgau-Festhalle, um aus seiner Fantasiegeschichte „Wortwächter“ . FOTO: Hans Hurth
Blieskastel. Am „Welttag des Buches“ unterhielt der Kinderbuchautor Akram El-Bahay in Blieskastel gut 400 Schüler aus umliegenden Schulen mit seiner Erzählung „Wortwächter“. Von Hans Hurth

Aus dem Blies- und Mandelbachtal hatten sich diesmal 400 Schüler der vierten und fünften Klassen zum Welttag des Buches bei der Gollenstein-Buchhandlung Blieskastel angemeldet. Unter dem Motto „Ich schenk‘ dir eine Geschichte“ stellten sich dabei Autoren und Buchhandlungen in den Dienst der Leseförderung.


In diesem Jahr hatte die Kinderbuchautorin Sabine Zett die Geschichte „Lenny, Melina und die Sache mit dem Skatebord“ eigens für diesem Zweck geschrieben. Und weil 400 Kinder in der kleinen Gollenstein-Buchhandlung unmöglich Platz finden, sprang das Kulturamt der Stadt Blieskastel mit Sachbearbeiterin Catrin Kelkel in die Bresche und stellte die Bliesgau-Festhalle zur Verfügung.

Die Buchhändlerrinnen Brigitte und Annabelle Gode hatten nicht nur 400 Bücher dabei, sondern auch den Kinder- und Jugendbuchautor Akram El-Bahay (41) zu einer Buchvorstellung eingeladen. „Sein neues Buch ‚Wortwächter’ ist wie gemacht, um Kinder für das Lesen zu begeistern“, stellte Brigitte Gode heraus. In der aufregenden Fantasiegeschichte erlebt der zwölfjährige Tom die aufregendsten Ferien mit einer abenteuerlichen Jagd rund um die Welt.



Akram El-Bahay hatte seine spannende Lesung in drei Textblöcke mit kleinen Pausen gegliedert, in denen er Schätzfragen rund um Buch und Lesen an die Kinder stellte. „Wir brauchen solche Veranstaltungen, um dem Nachwuchs zu zeigen, dass trotz Computer- und Handyspielen das Lesen Spaß macht“, sagte der Rheinländer unserer Zeitung. Über die große Zuhörerzahl zeigte er sich überrascht. „Ich lese sonst vor zwei, drei Schulklassen mit etwa 100 Kindern, der heutige Vormittag hat bestätigt: Geschichten kann man nicht schöner erzählen als in einem Buch, auch ein Film kommt da nicht mit“, so El-Bahay, der seinen orientalischen Namen von seinem ägyptischen Vater erhielt. „Schreiben ist meine Leidenschaft, dazu kommen Kochen, Laufen und Fußball als Hobbys“, verriet er.

Seine Lesung gefiel, „sie kam in meiner Klasse 4/1 prima an“, erzählte Uta Rosemann, Pädagogin der Grundschule Kirchberg/Schlossberg Lautzkirchen. „In unserer Schule versuchen wir stets, im Bereich Lesen viel zu machen. Im Regionalentscheid wurde Elisas Geble Schulsieger. Auch Lesen ist Denken, gerade in Zeiten moderner Medien“, fasste Grundschullehrerin Rosemann ihre Eindrücke zusammen.