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Blieskastel
„Franz“ soll ein Fest der Vielfalt werden

Dicht gedrängt strömten die Besucher des legendären Altstadtfestes durch die Gassen in Blieskastel. Das neue Fest heißt „Franz“, benannte nach dem Ehemann von Marianne von der Leyen.
Dicht gedrängt strömten die Besucher des legendären Altstadtfestes durch die Gassen in Blieskastel. Das neue Fest heißt „Franz“, benannte nach dem Ehemann von Marianne von der Leyen. FOTO: Fredi Brabänder
Blieskastel. Das Blieskasteler Altstadtfest war einmal. Diesen August soll erstmals das Straßen- festival „Franz“ Gäste in die Barockstadt ziehen. Von Joachim Schickert

Mit einem neuen Namen und einem neuen Konzept wird in Blieskastel Anfang August dieses Jahres eine neues Fest gefeiert. Es soll das Altstadtfest ersetzen, das nicht mehr stattfindet. Wie bereits mehrfach berichtet, hatte der Stadtrat beschlossen, dass der Finanzierungszuschuss für das Blieskasteler Altstadtfest ab diesem Jahr gestrichen wird. Die Sozialdemokraten hatten dem unter der Voraussetzung zugestimmt, dass mit Vereinen, Gastronomen und Gewerbetreibenden eine Fest-Alternative in Gestalt eines Biosphärenfestes geprüft werde (wir berichteten). Beim letzten Altstadtfest im vergangenen Jahr hatte ein bisschen Wehmut mitgeklungen, aber die Bürgermeisterin und ihr Stab waren zudem wohl zu der Erkenntnis gekommen, „dass solche Fest überholt sind und nicht mehr so richtig in die Zeit passen“, wie die Verwaltungschefin in ihrer Ansprache im Juni 2017 feststellte. Es seien inzwischen andere Feste, sie nannte das Klosterfest, welches das Interesse der Gäste mehr anspreche.


Wie Catrin Kelkel von der Blieskasteler Stadtverwaltung mitteilt, habe eine „kleine Kreativgruppe“ gemeinsam mit dem Fachbereich „Schule, Kultur und Jugend“ und der Beigeordneten Brigitte Adamek-Rinderle an einer Neuausrichtung gefeilt. Kleiner, bunter, vielfältiger solle das Fest werden. Darüber sei man sich einig gewesen. Auch die Blieskasteler Merkmale sollten mit Leben und Inhalt gefüllt werden: Biosphäre, Città Slow, Faire Stadt. Herausgekommen sei der Name „Franz – das Straßenfestival“. Warum dieser Name? Gräfin Marianne, in deren Regentschaft maßgeblich das barocke Stadtbild geprägt wurde, sei allen bekannt. Ihr Gatte Franz Carl jedoch sei es nicht. Zwar lebte er nur kurze Zeit in Blieskastel, bevor er 1775 starb. Allerdings sei sein Name ebenso mit der Stadt Blieskastel verbunden, wie der seiner Frau. „,Franz’ – ein unverwechselbarer Name mit Bezug zu Blieskastel, dazu noch kurz und knackig. Klasse statt Masse lautet das Motto im kulinarischen Bereich. Regionale, saisonale und internationale Vielfalt soll widergespiegelt werden. Produkte aus der Biosphäre sind besonders erwünscht“, heißt es aus dem Rathaus weiter. Wenn es der Platz nach den Anmeldungen der Vereine zulasse, würden auch professionelle Angebote und Imbisswagen (Foodtrucks) integriert. „Franz“ solle alle Koch- und Essbegeisterte ansprechen, die in entspannter Atmosphäre bei guter Musik genießen und Spaß haben wollen. Gutes Essen aus der Region, aber auch aus aller Herren Länder, vielfältige Getränkeauswahl, Straßenmusik mit Hutsammlung, Straßenkunst und -kultur sollten das Angebot vervollständigen, so dass es ein Fest für alle Sinne und für alle Altersgruppen gebe. Die Jugend werde im Hinterhof des Hauses der Bürger bei den „Backyard-Beats“ wieder auf ihre Kosten kommen, und auch ein Kinderprogramm werde angeboten. Der Paradeplatz werde zum kulinarischen und kulturellen Zentrum von „Franz“, das am 3. und 4. August stattfinden wird.

Die Blieskasteler Kultur-Beigeordnete Brigitte Adamek-Rinderle.
Die Blieskasteler Kultur-Beigeordnete Brigitte Adamek-Rinderle. FOTO: -lo- ISDN/Mail


Ab sofort können sich Vereine und Privatpersonen, die eine vielfältige kulinarische Auswahl anbieten wollen, anmelden. Anmeldeschluss ist der 20. April. Gefragt sind auch Musikgruppen, Einzelkünstler, insbesondere Straßenkünstler, die sich präsentieren möchten. Wie die Beigeordnete Brigitte Adamek-Rinderle auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt, werde das „Franz“-Fest zum einen durch Standgelder finanziert, zum anderen durch Sponsoring. „Was übrig bleibt – ein höherer vierstelliger Betrag – wird durch das laufende Kulturprogramm finanziert“, so die Kultur-Beigeordnete der Stadt Blieskastel abschließend.

Info: Catrin Kelkel, Tel. (0 68 42) 9 26 13 23, E-Mail: catrin.kelkel@blieskastel.de.