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Fenster in die Fürstengeschichte

Die Beigeordnete Brigitte Adamek-Rinderle, Reichsgräfin Marianne alias Dagmar Schuler und Stadtarchivar Kurt Legrum in der Blieskasteler Ausstellung vor einem Bild des jungen Fürsten. Foto: Uwe Brengel/Stadt Blieskastel
Die Beigeordnete Brigitte Adamek-Rinderle, Reichsgräfin Marianne alias Dagmar Schuler und Stadtarchivar Kurt Legrum in der Blieskasteler Ausstellung vor einem Bild des jungen Fürsten. Foto: Uwe Brengel/Stadt Blieskastel FOTO: Uwe Brengel/Stadt Blieskastel
Blieskastel. Das Haus des Bürgers in Blieskastel beheimatet eine neue Ausstellung zu Ehren eines der wohl bekanntesten Söhne der Stadt: Philipp Fürst von der Leyen. Stadtarchivar Kurt Legrum hat sie zusammengestellt. red

. Vor 250 Jahren, am 1. August 1766, wurde der Erbgraf und spätere Fürst Philipp Fürst von der Leyen geboren. Ihm zur Erinnerung wurde jetzt eine Ausstellung im Haus des Bürgers in Blieskastel eröffnet. In der historischen Ausstellung will das Stadtarchiv Blieskastel ein Fenster in die Geschichte öffnen, um sich der Person des ersten Fürsten von der Leyen zu nähern. Dies geschieht unter besonderer Berücksichtigung der Leyen'schen Herrschaft Blieskastel anhand von Fotos, Plänen, Drucken und anderem mehr. Philipp war der Repräsentant einer Epoche, die zum Untergang verurteilt war. 1791 wurde der Erbgraf Philipp von der Leyen Regent über die Herrschaft Blieskastel . Von den französischen Revolutionstruppen vertrieben, verlor der von Kaiser Napoleon in den Fürstenstand erhobene Philipp schließlich einen Großteil seiner Besitzungen.


Bei der Ausstellungseröffnung richtete sich nach der Begrüßung durch die städtische Beigeordnete Brigitte Adamek-Rinderle sogleich Maria Anna Gräfin von der Leyen (Führerin Dagmar Schuler), Obervormünderin ihres minderjährigen Sohnes Philipp, nicht zuletzt mit rechtfertigenden Worten zum Lebenswandel des jungen Erbgrafen an die anwesenden "Untertanen". Für die musikalische Umrahmung mit Gesang und Tönen aus der Zeit derer von der Leyen sorgte das Ensemble Scheldeborn.

Die von Stadtarchivar Kurt Legrum zusammengestellte Ausstellung im Haus des Bürgers zeigt ein interessantes Repertoire rund um das Leben und Wirken des jungen Fürsten. Darunter finden sich Porträts, Dokumente, Urkunden, Original-Schriften und Gedichte, Landkarten aber auch persönliche Gegenstände wie die in rotem Satin gehaltene Wickelbinde des jungen Philipp. Zur Ausstellung ist gegen einen Kostenbeitrag in Höhe von 2,50 Euro eine 54-seitige Begleitbroschüre mit diversen Abbildungen erhältlich. Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt bis zum 28. August zu den Öffnungszeiten des Rathauses III zugänglich.

Philipp Fürst von der Leyen (1. Aug. 1766 bis 23. Nov. 1829) - Eine biografische Annäherung, Rathaus 3, Haus des Bürgers, Luitpoldplatz 5, Blieskastel . Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch von 8.30 bis 16 Uhr, Donnerstag von 8.30 bis 18 Uhr und Freitag von 8.30 bis 13 Uhr.