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Leserbrief
„Einnahmequelle für Vereine“

Altstadtfest und Franz

Vorab ein herzliches Danke an Herrn Armbrüster von der FDP. Mit einer 40 Jahre alten Tradition wird gebrochen. Unsere Verwaltungschefin stellt einfach fest, dass dieses Fest nicht mehr zeitgemäß ist! Nicht mehr zeitgemäß, dass sich sportliche und kulturelle Vereine auf dem Altstadtfest ganz wichtiges Geld für die Vereinskasse erarbeiten können? Klar, die Kosten für die Stadt müssen im Rahmen bleiben. Aber, wer 50 000 Euro für Lizenzkosten für eine Citta Slow-Stadt bezahlt, hat natürlich keine 15 000 Euro mehr, um ein Altstadtfest zu unterstützen.


Selbstverständlich hat diesen Entschluss der Stadtrat gefasst. Wäre das „Straßenfestival Franz“ ein Erfolg geworden, so hätte im nächsten Amtsblatt gestanden, dass „ich als Bürgermeisterin mich für dieses Fest stark gemacht habe“. Fakt ist, dass dieses Fest ein Reinfall war. Nach meinen Einschätzungen hat gerade ein Verein (der einzige, der auf dem Paradeplatz noch einen Bierstand aufstellen durfte) wohl Gewinn erzielt. Der Rest schaute dumm in die Röhre.

Warum wird ein 40 Jahre fester Termin eines Altstadtfestes verlegt? Er war eingeführt, er hat Menschen in die Stadt gebracht. Die vermeintlichen Überschneidungen mit anderen Festen waren bekannt und unschädlich. Dieser Termin war absolut unmöglich! Bei den Vorbesprechungen lief man aber gegen eine Wand, oder soll ich sagen, gegen eine „grüne Mauer“? Ich verstehe es nicht.



Der SC Blieskastel-Lautzkirchen (und nicht nur der), hat im Vergleich zum Altstadtfest 20 bis 25 Prozent seines sonstigen Umsatzes. Gerade mal 15 Prozent des Umsatzes von 2017 erzielten wir im Innenhof Dawo. Das ist sicher dem extremen Wetter geschuldet, das kann und will ich nicht abstreiten. Aber die Zahl der Besucher war gefühlt auch in dieser Größenordnung. Was soll da rauskommen? Mit Gewalt kann man alles kaputt machen, und das ist meiner Stadt gelungen. Danke für nichts.

Günter Pusse, 1. Vorsitzender SCB, und Alexander Weisbrodt, 2. Vorsitzender SCB