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Niederwürzbach
Die Biosphäre hat jetzt einen weiteren Partner

Neben dem normalen Quellwasser bietet die „Heimatquelle“ auch Kräuterwasser an. Seit vergangener Woche ist die „Heimatquelle“ aus Niederwürzbach neuer Partnerbetrieb des Biosphärenreservats Bliesgau.
Neben dem normalen Quellwasser bietet die „Heimatquelle“ auch Kräuterwasser an. Seit vergangener Woche ist die „Heimatquelle“ aus Niederwürzbach neuer Partnerbetrieb des Biosphärenreservats Bliesgau. FOTO: Erich Schwarz
Kirkel/Niederwürzbach . Die anfangs mit Skepsis betrachtete Wasser-Idee mit der Heimatquelle im Niederwürzbacher Wald hat sich gut entwickelt. Von Erich Schwarz

Das Bohren dicker, ja ganz dicker Bretter hat sich gelohnt: Seit vergangener Woche ist die „Heimatquelle“ aus Niederwürzbach neuer Partnerbetrieb des Biosphärenreservats Bliesgau. Dabei war die Partnerschaft eigentlich der folgerichtige, letzte Schritt im Bemühen von Thomas Mück, die Würzbacher Quelle als „klimafreundliche Alternative zu weit gereistem Wasser“ anzubieten. Thomas Mück ist eigentlich von Hause aus Informatiker, aber das Wasser ist seine Leidenschaft. Er ist einer von zwei Wassersommeliers aus dem Saarland, in ganz Deutschland gibt es nur knapp 100. „Ich möchte die Menschen für den bewussteren Umgang mit unserem wichtigsten Lebensmittel sensibilisieren“, so das Credo des Freizeitunternehmers. Thomas Mück füllt „sein“ Wasser direkt an der Quelle ab, die Quelle befindet sich in der Nähe des Danzplatzes im Niederwürzbacher Wald. Zunächst galt es am Anfang, die Entscheidungsträger von seiner Idee zu überzeugen.


Und sowohl Ortsvorsteherin Petra Linz als auch die Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener waren eher skeptisch, was diese Wasseridee betraf. „Ich hatte gehört, dass man vor vielen Jahren regelrecht an die Lourdesgrotte im Kirkeler Tal gepilgert sei“, erinnerte sich auch noch Faber-Wegener. Aber die vielen „Pilger“ wollten nicht zur Mutter Gottes, sondern sie holten sich dort das Wasser aus dem Berg. Es hörte sich deshalb auch ein bisschen verrückt an, als Thomas Mück die Idee hatte, dort im Würzbacher Wald das Wasser von Hand abzufüllen, um es dann an ausgewählte Gastronomie-Betriebe zu vertreiben. Und Thomas Mück verweist darauf, dass man sozusagen auf der anderen Seite des Berges, bei der früheren Kirkeler Waldquelle, heute immer noch Wasser abfüllt, den meisten Leuten als Marke „Saskia“ bekannt, die in einem Discounter vertrieben wird.

Diese Massenverbreitung will Thomas Mück indes bewusst nicht. „Aus Verbundenheit zur Natur ist die Heimatquelle zu unserer Herzensangelegenheit geworden“, erklärte Thomas Mück. Auch Landrat Theophil Gallo, Verbandsvorsteher im Biosphärenzweckverband Bliesgau, war angetan: „Wir freuen uns sehr, dass sich sogar ein Wasserhersteller dem Partnerbetriebe-Netzwerk anschließt“. Man findet  das Wasserangebot auf den Getränkekarten von mehreren gastronomischen Betrieben in der Region.

Christel Born war sozusagen die erste, die das Angebot aufnahm: „Die Idee, ein Wasser aus Niederwürzbach anzubieten, hat hervorragend zu unserer Geschäftsidee gepasst, fast ausschließlich Produkte aus der Region in unserem Betrieb zu verwenden. Dies ist uns ein wichtiges Anliegen“. Nicht zuletzt ist der Hubertushof Born auch ein Partnerbetrieb im Biosphären-Netzwerk.

Im Anschluss an die keine Feierstunde hatte Thomas Mück noch zu einer Wasserverköstigung eingeladen, in der die Teilnehmer Wissenswertes über verschiedene Wasser aus der Region und ihre Inhaltsstoffe erfuhren.



Weitere Informationen zur Partner-Initiative findet man  im Internet unter: www.biosphaere-bliesgau.eu/partner. Bei Fragen zur Partner-Initiative wendet man sich an Julia Saar vom Biosphärenzweckverband Bliesgau, E-Mail j.saar@biosphaere-bliesgau.eu, Telefon(0 68 42) 960 09 17.

Auszeichnung des neuen Partnerbetriebs „Heimatquelle“ in Niederwürzbach mit (von links) Petra Linz, Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener, Theophil Gallo, Tanja Kahlenberg, Thomas Mück und Johannes Ruck.
Auszeichnung des neuen Partnerbetriebs „Heimatquelle“ in Niederwürzbach mit (von links) Petra Linz, Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener, Theophil Gallo, Tanja Kahlenberg, Thomas Mück und Johannes Ruck. FOTO: Julia Saar