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„Der selbstlose Einsatz verdient Respekt und Anerkennung“

Biesingen. Eine überaus positive Bilanz zog der Löschbezirk Biesingen der Freiwilligen Feuerwehr in der Jahreshauptversammlung. Die Gäste lobten die engagierte Jugendarbeit sowie die Arbeit der Wehrleute, die im vergangenen Jahr bei 32 Einsätzen gefordert waren. Hans Hurth

Wehrführer Thomas Nicolaus stellte in seinem Rückblick erfreut die personelle Stärke heraus. "Derzeit zählen wir 33 Aktive, sechs in der Alters- und elf in der Jugendwehr." Hervorragend sei der Übungsbesuch an 26 Abenden mit 834 Stunden gewesen. Im letzten Jahr musste die Biesinger Wehr zu 32 Einsätzen ausrücken, 596 Einsatzstunden bedeuten einen wesentlichen Anstieg gegenüber den Vorjahren (2012: 107 und 2013: 385 Einsatzstunden).

Auch im Dorf engagiert


Auf Stadt- und Landesebene sei auf Lehrgängen das Rüstzeug vertieft und zudem die Zahl der Atemschutzgeräteträger auf 24 gesteigert worden. Im Ort zeige die Wehr bei den Feiern ihre Hilfe und die Bevölkerung unterstreiche ihre Verbundenheit mit der Wehr beim Feuerwehrfest und dem Glühweinabend des Wehr-Förderkreises um Peter Feibel. Ihm galt ebenso Dank wie dem Löschbezirk Blickweiler, der zur Freude der Kinder den Nikolaus vorbeischickte.

"Elf Jugendliche, darunter drei Mädchen, bilden eine funktionierende Truppe", freute sich Jugendwart Alexander Gress. Stolze 99 Prozent betrage der eifrige Übungsbesuch. "Die Jugendwehr ist eine Bereicherung des Löschbezirks", stellte Gress heraus. Zum fünften Male in Folge konnte aus der Weihnachtsbaum-Sammelaktion der Jugendwehr an Klaus Port vom Blieskasteler Schutzengelverein eine Spende von 1000 Euro übergeben werden. Ortsvorsteherin Annette Weinmann sprach den Dank des Ortsrates aus. "Der selbstlose Einsatz verdient Respekt und Anerkennung, zumal sich die Wehrkameraden auch aktiv in die Gestaltung des Dorflebens einbringen", so Weinmann, die sowohl als Ortsvorsteherin als auch als Vertreterin der Traktorenfreunde der Jugendwehr eine Spende weitergab. Das Beispiel von Ehren-Wehrführer Heinz Schwartz(74) zeige zudem, dass Feuerwehr jung halte. Für Stadtjugendwart Fredy Neuschwander ist die öffentliche Unterstützung der Jugendwehren ausbaufähig.

Auch Kreisbrandmeister Timo Meyer lobte die Biesinger Jugendwehr. Die im Saarland neu eingeführte Mini-Wehr für Kinder zwischen sechs und acht Jahren habe nach kurzer Zeit bereits die Zahl 100 erreicht. Für Stadt-Wehrführer Michael Nehlig ist der Biesinger Löschbezirk so rege, dass ein weiteres Wehrfahrzeug durchaus angebracht wäre. Zumal der Löschbezirk Biesingen auch zu Einsätzen im Stadtgebiet angefordert wird und ebenso in Niederwürzbach unterstützend hilft. Mit 326 Einsätzen gab es 2014 auf Stadtebene eine Steigerung von 58 Einsätzen gegenüber dem Vorjahr. Aus seiner Wunschliste nannte der Stadtwehrführer digitale Melder, Unterstützung beim Führerschein der Wehrleute für die Löschfahrzeuge, eine technische Einsatzzentrale für Blieskastel, eine zentrale Atemschutzwerkstatt sowie eine Aufstockung der entsprechenden Schutzkleidung . "Bei Wohnungsbränden herrschen nämlich oft 600 bis 800 Grad Hitze." Martin Schwartz, der für den Wehr-Förderkreis 172 Mitglieder vermeldete, lobte die Arbeit von Peter Feibel, seit zehn Jahren engagierter Förderkreis-Vorstand.



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Auf einen BlickBeförderungen gab es für Kevin Közle, Marcel Arnold und Jonas Lenhard, sie sind jetzt Feuerwehrmann, Dominik Krill erhielt die Ernennungsurkunde zum Löschmeister. Ehrungen gab es für Heiko Motsch, Markus Zins und Martin Schwartz (25 Jahre aktiv), Thomas Nicolaus (30 Jahre dabei), Christof Közle (35 Jahre dabei) sowie für Georg Ames (40 Jahre aktiv). hh