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Schwimmbad Blieskastel
Sanierung des Freizeitzentrums soll elf Millionen Euro kosten

Blieskastel. Koalition aus Grünen und CDU stellt Antrag zur Generalsanierung des Schwimmbads – der Betrieb soll künftig auch vom Kreis bezuschusst werden.

Die Zukunft des Schwimmbads in Blieskastel scheint gesichert. Dies erklärte Blieskastels Stadtratskoalition aus CDU und Bündnis 90/ Die Grünen in einer Mitteilung. Hierfür sei aber, so die Koalition, ein mehrstufiges Sanierungskonzept notwendig. Förderanträge für Bund und Land seien bereits vorbereitet. An den Betriebskosten des Bades soll demnach in Zukunft auch der Landkreis beteiligt werden – nach dem Vorbild des Kreis-Bäder-Konzepts im Landkreis St. Wendel. Dort bezuschusst der Kreis die vier Bäder mit insgesamt 490 000 Euro jährlich.


Nach diesem Vorbild hofft nun auch die Stadt Blieskastel, das Schwimmbad, das mit seiner Sauna ein jährliches Defizit von etwa einer Million Euro erwirtschaftet, langfristig sanieren und halten zu können. Wie CDU und Grüne mitteilen, habe sich beim Blieskasteler Freizeitzentrum in den vergangenen zwölf Monaten viel bewegt: Von der Neuaufstelllung der Geschäftsführung, der Kooperation mit dem Bad in St. Ingbert und der Erstellung eines Sanierungsgutachtens.

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudien zur Sanierungsfähigkeit und -aufwand für das Kombibad und die Sporthalle im Freizeitzentrum liegen nach Angaben der SPD Blieskastel lägen vor. Alles in allem gehe es um rund elf Millionen Euro. Die mittel- und langfristige Zukunft des Freizeitzentrums werde, so die SPD, davon abhängen ob es gelingt, die Sanierung zu finanzieren.



„Wir wollen mit vereinten Kräften parteiübergreifend Gelder bei Kreis, Land und Bund für eine Generalsanierung einwerben“, erklärte CDU-Fraktionschef Holger Schmitt. „Dazu haben wir einen Antrag für den nächsten Werksausschuss gestellt“, ergänzte sein Kollege Lukas Paltz von den Bündnisgrünen. CDU und Grüne verweisen auf das aktuelle Beispiel von St. Ingbert. Dort wurde ein Schulschwimmbecken vom Land mit drei Millionen Euro bezuschusst. Es zeige, dass mehrere Jahre intensiver Vorbereitung zum Erfolg führen. Dementsprechend wolle die Koalition stufenweise vorgehen. In einem ersten Schritt soll demnach die Sporthalle im Freizeitzentrum saniert werden. Hierfür habe das Land bereits einen Zuschuss von 700 000 Euro bewilligt. Die anschließende Sanierung des Schwimmbads wäre dann das mit Abstand größte Projekt in der jüngeren Stadtgeschichte.

Deshalb fordern sowohl die Koalition aus CDU und Grünen als auch die SPD, dass die Ergebnisse der Sanierungsgutachten für das Schwimmbad auch im Stadtrat oder im Werksausschuss vorgestellt werden. Die CDU habe zudem über ihren Bundestagsabgeordneten Markus Uhl die Möglichkeiten für eine Bundesförderung erörtert. Entsprechende Anträge sind bereits in Vorbereitung, erklärte Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener (CDU). Auch beim Land sollen weitere Zuschüsse für die Sanierung beantragt werden.

Für den künftigen Betrieb des Bades und seiner Kosten fordern CDU und Grüne ein Kreis-Bäderkonzept, wie es bereits in St. Wendel gelebte Praxis ist. Das ist für den langfristigen Weiterbetrieb unerlässlich. Im vergangenen Jahr habe Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener daher Gespräche mit dem Landrat Theophil Gallo (SPD) aufgenommen. Denn das Bad diene auch den Bürgern umliegender Gemeinden und den Schulen.

Zugängliche Bäder sind auch für die SPD Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Die Hauptlast der Finanzierung müsse aber über das Land erfolgen

(aub)