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Blieskastel
Das schnelle Internet kommt voran

Der flächendeckende Ausbau des schnellen Internets ist eine wichtige Forderung insbesondere in ländlichen Kommunen. Unser Foto zeigt einen Bagger, der Erdreich für den Ausbau von Breitband-Internet aushebt.
Der flächendeckende Ausbau des schnellen Internets ist eine wichtige Forderung insbesondere in ländlichen Kommunen. Unser Foto zeigt einen Bagger, der Erdreich für den Ausbau von Breitband-Internet aushebt. FOTO: Guido Kirchner / dpa
Blieskastel . Derzeit werden 13 von 15 Blieskasteler Stadtteile von der Deutschen Telekom an die Breitband-Internet-Technologie angeschlossen, eine Voraussetzung für attraktiven privaten Wohnraum und Gewerbeansiedlungen, so die Stadt. Von Joachim Schickert

In seiner jüngsten Ausschusssitzung beschäftigte sich der Stadtrat Blieskastel mit dem Breitbandausbau im Stadtgebiet (wir berichteten). Dieser soll bis Ende 2018 abgeschlossen sein, erläuterte ein Vertreter der Deutschen Telekom. Die CDU-Stadtratsfraktion zeigte sich zufrieden, will im Jahresverlauf aber nachhaken. „Breitbandzugang ist ein bedeutender Bestandteil der Infrastruktur und ein wichtiger Standortfaktor. Wichtig ist, dass der Ausbau zügig bis Jahresende abgeschlossen wird“, so der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion Holger Schmitt. Der flächendeckende Ausbau des schnellen Internets sei eine wichtige Forderung aus dem Kommunalwahlprogramm der CDU. Gerade die kleinen Orte in der Fläche dürften nicht abgehängt werden. „Die CDU ist die Partei des ländlichen Raums. Wir werden in den nächsten Monaten aufmerksam verfolgen, dass die Anbieter und Projektpartner Wort halten“, so Schmitt. Denn neben Privatkunden seien viele Handwerker und sonstige Gewerbetreibende auf ein schnelles Internet angewiesen. 13 von 15 Stadtteilen würden von der Deutschen Telekom erschlossen. Sie sei Partner der Breitbandinitiative der Landesregierung mit dem Zweckverband Elektronische Verwaltung für saarländischen Kommunen (eGo-Saar). Sie solle den ländlichen Raum als attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort stärken und flächendeckendes, schnelles Internet möglich machen.


Denn zwar liege das Saarland im bundesweiten Breitbandvergleich der Flächenländer in der Spitze. Aber in dünn besiedelten Regionen wie dem Bliesgau gäbe es ohne Förderung und Projekte des Landes aus wirtschaftlichen Gründen auf absehbare Zeit keinen Ausbau der verfügbaren Bandbreite. Diese Versorgungslücken zu schließen, sei das Ziel der Initiative, wie die CDU weiter mitteilt. Sie solle sicherstellen, dass das Saarland der erste Flächenstaat ist, der die Netzausbau-Ziele des Bundes erfüllt. Die CDU-Stadtratsfraktion erwarte aufgrund des Berichts im Ausschuss, dass der Netzausbau in den kommenden Monaten planmäßig voranschreitet. „Unsere Aufmerksamkeit liegt ganz besonders bei den kleinen Stadtteilen. Wir werden nach der Sommerpause über die Gremien nochmals nachhaken und uns einen Sachstandsbericht geben lassen“, so CDU-Fraktionschef Holger Schmitt in seiner Pressemitteilung abschließend.