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Damit es im Ernstfall reibungslos funktioniert

Bei der Wehrübung wurde das Autodach abgeschnitten, die scharfen Kanten mit Sicherheitsdecken gepolstert. Foto: Maike Breiter/Feuerwehr
Bei der Wehrübung wurde das Autodach abgeschnitten, die scharfen Kanten mit Sicherheitsdecken gepolstert. Foto: Maike Breiter/Feuerwehr FOTO: Maike Breiter/Feuerwehr
Biesingen. Zwei alte Autos dienten als Übungsobjekte für die Biesinger Feuerwehrleute. Konkret ging es darum, daraus eingeklemmte Personen zu befreien. Thema der Gemeinschaftsübung mit den Kameraden aus Blieskastel war technische Hilfe bei Verkehrsunfällen. ert/red

Nachdem bereits die Übung der Jugendfeuerwehr Ende Oktober ein besonderes Ereignis im Dienstplan der Feuerwehr Biesingen war, stand nun auch für die aktive Wehr eine außergewöhnliche Übung an. Thema der Einheit war die technische Hilfe bei Verkehrsunfällen. Zu diesem Zweck konnten die Übungsleiter als Objekte für eine möglichst realitätsnahe Darstellung des Einsatzszenarios zwei alte Schrottfahrzeuge besorgen. Als Übungsort wurde der Parkplatz der Hölschberghalle gewählt.

Hier ergab sich beim Eintreffen der ersten Kräfte folgendes Bild: Ein Auto hatte sich bei einem Unfall auf die Seite gedreht und eine Person eingeschlossen. Der Fahrer des anderen Fahrzeugs war im Fußraum seines Pkw eingeklemmt. Durch den Löschbezirk Biesingen wurden als ersteintreffende Einheit umgehend Erstmaßnahmen eingeleitet. So wurden die beiden eingeschlossenen Personen betreut, die Einsatzstelle abgesichert und ein dreifacher Brandschutz mit Wasser, Pulver und Schaum sichergestellt. Zudem wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet und das auf der Seite liegende Fahrzeug gegen Umkippen abgestützt. Da die Biesinger Wehr selbst nicht über die schweren Gerätschaften zur weiteren technischen Hilfe verfügt, war die Übung als Gemeinschaftsübung mit den Kameraden des Löschbezirks Blieskastel-Mitte angelegt. Diese wurden zeitgleich zum Übungsort abgerufen und begannen nach Eintreffen sofort mit dem Aufbau der Gerätebereitstellung für die technische Rettung . Nachdem der generelle Aufbau abgeschlossen war, folgte eine kurze Unterbrechung, während der die einzelnen Trupps des Löschbezirks Biesingen jeweils einem Trupp der Kameraden aus Blieskastel zugeteilt wurden.

Im Anschluss wurde gemeinsam damit begonnen, die Fahrzeuge mit den hydraulischen Geräten für die Rettung der eingeschlossenen Personen vorzubereiten. Hierbei gaben die Blieskasteler viele wichtige Informationen weiter und die korrekte Handhabung des technischen Geräts wurde genauer erläutert. Im weiteren Verlauf durften sich alle Übungsteilnehmer am richtigen Einsatz der hydraulischen Werkzeuge üben, was gerade durch die Realitätsnähe der Übungsobjekte eine sehr lehrreiche Erfahrung für alle Beteiligten darstellte. Gemeinsam konnten die Personen letztlich aus den Fahrzeugen befreit werden. Ein Dank galt unter anderem den Übungsleitern und Helfern, die durch eine perfekte Organisation und den realistischen Aufbau eine rundum gelungene Übung auf die Beine gestellt hatten. "So war es nicht verwunderlich, dass die Veranstaltung auf ein durchweg positives Echo stieß und bereits der Beschluss einer Wiederholung im nächsten Jahr gefasst wurde", wie der Blieskasteler Wehrsprecher Marco Nehlig unserer Zeitung abschließend weiter mitteilt.

Zum Thema:

Hintergrund In Zeiten sinkender Mitgliederzahlen und Personalmangels der freiwilligen Feuerwehren insbesondere zu ungünstigen Alarmzeiten, ist eine löschbezirksübergreifende Ausbildung unabdingbar geworden. Mit Gemeinschaftsübungen werden nicht nur wichtige Informationen und Erfahrungen im Umgang mit anderen Fahrzeugen und Gerätschaften vermittelt, sondern auch die Kameradschaft zwischen den einzelnen Löschbezirken gestärkt. red

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