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Club Simca Deutschland
Mit dem Oldtimer zur Stippvisite

Die Teilnehmer präsentieren im Hof des Neukahlenberger Hofes ihre Oldtimer der Marke Simca.
Die Teilnehmer präsentieren im Hof des Neukahlenberger Hofes ihre Oldtimer der Marke Simca. FOTO: Wolfgang Degott
Böckweiler. Auf dem Neukahlenberger Hof in Böckweiler trafen sich die Mitglieder des Club Simca Deutschland. Von Wolfgang Degott

Kurzzeitig löste Benzin- den Stallgeruch auf dem Neukahlenberger Hof ab, als 14 Modelle der französischen Marke Simca (Abkürzung für Société industrielle de Mécanique et carrosserie Automobile) auf das Gelände fuhren, die Gefährte fein säuberlich geparkt wurden, Fahrer und Beifahrer anschließend zur Käserei weiter gingen, um sich über Fabrikation und Vertrieb informieren zu lassen.


Der Besuch war Teil des dreitägigen Jahresabschlusstreffens des Clubs Simca Deutschland. Die Teilnehmer aus der rund 80 Mitglieder zählenden Gemeinschaft waren unter anderem aus Berlin, Mönchengladbach, Stuttgart, Viersen oder Wasserburg angereist und wurden vom Haus Sonne-Geschäftsführer Vinzenz Engelbert Mayer empfangen. Organisiert hatte den Aufenthalt und das Programm Matthias Warken, der darüber berichtete, dass innerhalb des Clubs 140 Fahrzeuge aller Simca-Modelle, angefangen von 1934 bis 1986, vertreten seien.

Nachdem man sich 1982 erstmals getroffen hatte, sei der Club selbst 1987 in Quierschied aus der Taufe gehoben worden. Delfina Schmitz, die mit ihrem Mann, der bei Simca Automechaniker gelernt hatte, ins Saarland gekommen war, erinnerte sich, dass ihr erstes Auto eine Aronde, von dem Name ist auch die Clubzeitschrift „Die Schwalbe“ abgeleitet, gewesen sei. Auch ihr Sohn lernte bei Simca, hatte das Auto gesehen und war sofort begeistert. „Wir haben es dann wieder aktiviert, zwölf Jahre lang restauriert, es wieder fahrbar gemacht“, so Delfina Schmitz. Sie lobte die familiäre Atmosphäre im Club, dem das Ehepaar aus Viersen seit 1996 angehört. „Man trifft sich wie eine Familie mehrmals im Jahr, fährt zu regionalen Treffen“, erzählte sie.



Michael Krey aus Wasserburg am Inn, hatte am Steuer eines Simca Chambord, Baujahr 1958, ausgestattet mit 83 PS den Hof der neuen Haus Sonne Gesellschaft angesteuert. Er sei zwar kein Mitglied, doch habe er Freunde darin, denen er versprochen hatte, einmal zu kommen. Er sprach von einer schönen Ausfahrt, netten Menschen, leckerem Essen, das er sehr genieße. So kam er mit den übrigen Teilnehmern in den Rischbachstollen in St. Ingbert, konnte mit den Gleichgesinnten den Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim besichtigen, stattete dem Gollenstein und der barocken Altstadt Blieskastels einen Besuch ab.

„Mein Vater hatte auch schon ein solches Auto“, so Jürgen Wahl aus Saarbrücken. Er hat einen schwarzen Chambord, Baujahr 1961, ins Herz geschlossen und gehört zur rund 20 Köpfe zählenden „Saarland-Fraktion“ im Club, ist oft in Lothringen und dem Elsass bei regionalen Oldtimer-Treffen zu finden, freut sich auch immer auf die regelmäßig stattfindenden Stammtische. Einen Citylaster, ausgestattet mit Bett und Kühlschrank, steuerte Thomas Hanau aus Gießen. Dabei handelte es sich um ein früheres Studentenauto, das nach 20-jährigem Dornröschenschlaf in einer Garage vor zehn Jahren wieder aktiviert wurde.