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Christoph Jakobi bittet zum Konzert

Blieskastel. Nach einem halben Jahr Renovierungszeit kann die Orgel der protestantischen Kirche in Blieskastel am 1. Advent wieder in Dienst gestellt werden. Im Jahr 1912 erhielt die im neobarocken Stil erbaute Kirche eine speziell auf diesen Raum zugeschnittene Orgel der Firma Steinmeyer & Co aus Oettingen in Bayern

Blieskastel. Nach einem halben Jahr Renovierungszeit kann die Orgel der protestantischen Kirche in Blieskastel am 1. Advent wieder in Dienst gestellt werden. Im Jahr 1912 erhielt die im neobarocken Stil erbaute Kirche eine speziell auf diesen Raum zugeschnittene Orgel der Firma Steinmeyer & Co aus Oettingen in Bayern. Lange Jahre versah die Orgel ihren Dienst treu und zu aller Zufriedenheit. In den 60er Jahren wurden jedoch Veränderungen an der Mechanik und den Registern vorgenommen, die der Orgel nicht gut bekamen. Zudem hatte sich auch der Holzwurm entschlossen, der historischen Orgel zuzusetzen. Es musste etwas getan werden, um die Orgel zu erhalten. Über Jahre hin wurde für die Renovierung gearbeitet und gesammelt. Nachdem 20 000 Euro durch Spenden aufgebracht worden waren, erklärte sich auch die Pfälzische Landeskirche bereit, der Kirchengemeinde mit 10 000 Euro unter die Arme zu greifen. Die Protestantische Herzog-Wolfgang-Stiftung in Zweibrücken, die bereits die Anschaffung der neuen Glocken unterstützt hatte, steuerte 15 000 Euro bei. Der Ministerpräsident des Saarlandes, Peter Müller, war mit 2500 Euro dabei. Durch diese Unterstützung war es der Kirchengemeinde möglich, die rund 80 000 Euro teure Restaurierung anzugehen, mit der Orgelbaumeister Ohlert aus Kirkel beauftragt wurde. Am ersten Advent, 29. November, wird nun die Orgel wieder in Dienst gestellt. Der Orgelsachverständige der Pfälzischen Landeskirche, Gero Kaleschke, wird sie im Gottesdienst um 10 Uhr erstmals der Gemeinde wieder zu Gehör bringen. Im Anschluss an den Gottesdienst ist zu einem Umtrunk im Käthe-Luther-Haus geladen. Um 17 Uhr erfährt die restaurierte Steinmeyer-Orgel am gleichen Tag ihre konzertante Einweihung. Der saarpfälzische Organist Christoph Jakobi gestaltet das Konzert mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy und dessen weniger bekannter Schwester Fanny. Neben Werken von Léon Boellmann, Dietrich Buxtehude und Johann Pachelbel, werden Stücke von Wilhelm Metz und Ludwig Boslet erklingen. Metz war um 1850 als Lehrer in Blieskastel tätig, während Boslet von 1899 bis 1909 Organist in St. Ingbert war. redDer Eintritt zu diesem Konzert ist frei, um eine Spende zur Orgelrenovierung wird gebeten.