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Festival Euroklassic
Euroclassics bleiben eine feste Größe

Sie lieferten ein fulminantes Euroclassic-Abschluss-Konzert ab: Bill Evans (vorne, Mitte) und Simon Phillips am Schlagzeug mit ihren Mitmusikern Teymor Phell (Bass) und Trompeter Anders Bergcrantz.
Sie lieferten ein fulminantes Euroclassic-Abschluss-Konzert ab: Bill Evans (vorne, Mitte) und Simon Phillips am Schlagzeug mit ihren Mitmusikern Teymor Phell (Bass) und Trompeter Anders Bergcrantz. FOTO: Sebastian Dingler
Zweibrücken/Blieskastel. Viele der Konzerte waren ausverkauft, die Besucherzahl stieg im Vergleich zum Vorjahr, und die Planung für 2019 laufen schon. red

Mit einem Konzert der beiden internationalen Ausnahmekünstler Simon Phillips und Bill Evans endete am 31. Oktober das diesjährige Festival Euroclassic. Insgesamt 27 Konzerte fanden im September und Oktober in der Region statt bei denen 8042 Besucher gezählt wurden. Ein Konzert – mit Michael Fitz in Blieskastel – musste wegen Krankheit des Künstlers abgesagt werden und auf den 25. Januar 2019 verlegt. Auch dieses Konzert war mit 100 Karten ausverkauft. „Damit wurden rund 400 Besucher mehr als im letzten Jahr gezählt. Der Besucherzuspruch des diesjährigen Festivals liege aber im Durchschnitt der letzten Jahre“, resümiert Projektleiter Thilo Huble das Festival und zeigt sich damit durchaus zufrieden. „Damit ist euroclassic auch 2018 eine feste und konstante Größe im Kreis der Landesmusikfestivals mit einer überregionalen Ausstrahlung und Wahrnehmung“, so Huble.


Nach seiner Bewertung hätten zwar einige der Veranstaltungen „eine größere Aufmerksamkeit verdient“, er stellt aber auch fest: „euroclassic hat auch die Aufgabe, kulturelle Nischen jenseits des „mainstream zu besetzen und sich mit Themen musikalisch und künstlerisch auseinanderzusetzen.“ Gleichwohl zeigt er sich aber erfreut, dass es auch in diesem Jahr wieder zahlreiche ausverkaufte Veranstaltungen im Festival Programm gab. So etwa die Konzerte mit Max Raabe oder das Konzert mit der Percussiongruppe „Tambours du Bronx“ in der Glasbläsereihalle in Meisenthal/Frankreich und damit in einem ganz besonderen Ambiente. Die A-Cappella-Nacht und das Konzert des Euroclassic Festivalorchesters als „Dauerbrenner des Festivals“ ohnehin. Gerade diese Kombination präge die Festivalstruktur.

Im Einzelnen besuchten 1601 Gäste die Konzerte im benachbarten Frankreich. In Blieskastel waren es 697 Besucher, 555 in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, 2831 Besucher in Pirmasens und in Zweibrücken 2358 Gäste. Das diesjährige Festivalmotto „Industrie-Kultur“ hatte zwar auch industrielle Veranstaltungsorte im Blick und sich damit auseinandergesetzt, sich aber in der Hauptausrichtung künstlerisch mit dem Spannungsfeld zwischen Kultur und Industrie befasst. Die Vereinbarung zwischen den beteiligten Gebietskörperschaften über die Weiterführung des Festivals zunächst auf vier Jahre sei ja bereits geschlossen, und so sind die Planungen für das kommende Jahr bereits im Gange, so Huble. Detaillierte Programmpunkte wollte er aber aufgrund der laufenden Vertragsverhandlungen noch nicht nennen. Nur so viel wurde verraten: Die A-Cappella-Nacht und das Euroclassic Festivalorchester werden auch 2019 wieder dabei sein. Das künstlerische Motto des nächsten Jahres wird sich mit dem Thema „Heimat(en)“ beschäftigen und läuft von September bis Oktober. Aber bei diesem Motto können die Besucher davon ausgehen, dass auch viele Künstlerinnen und Künstler aus der Region, die mittlerweile national und international erfolgreich unterwegs sind, mitwirken werden. Das Eröffnungskonzert ist am Sonntag, 1. September, in Zweibrücken. Geplant ist, das Festival-Programm im April 2019 vorzustellen.