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Blieskastel
Auf ein kühles Bier zum Klosterhof

Im Klosterhof feierten die Besucher das 13. Blieskasteler Klosterfest.
Im Klosterhof feierten die Besucher das 13. Blieskasteler Klosterfest. FOTO: Hans Hurth
Blieskastel. Auf dem Blieskasteler Klosterberg wurde am Wochenende die mittlerweile 13. Auflage des Klosterfestes gefeiert. Von Hans Hurth

Ziel vieler Gäste aus nah und fern war am Sonntag der Klosterberg in Blieskastel. Bei schönstem Sommerwetter lockte die 13. Auflage des Klosterfestes etwa 900 Besucher – einige weniger als im Vorjahr – an, die motorisiert, zu Fuß die 182 neuen oder 177 alten Stufen hoch oder mit dem Fahrrad kamen. Gut besucht zum Auftakt der Gottesdient in der 1925 erbauten Klosterkirche, zelebriert von Pater Mateusz, zugleich Guardian. Er feierte sein zehnjähriges Priesterjubiläum, wieder zurückgekehrt ist Pater Hieronim, der vor elf Jahren auf dem Klosterfest Primiz feierte. Beim anschließenden Fest im Klosterhof blickte im Gespräch mit unserer Zeitung Klaus Musseleck vom Organisationsteam auf die Anfänge zurück.“


Ideengeber war Jürgen Trautmann, Ortsvorsteher und Vorsitzender des Orchestervereins Lautzkirchen (OVL), der zuerst auf dem Klosterhof ein Frühschoppenkonzert geben wollte. Doch der Gedanke entwickelte sich rasch weiter, denn über den Ortsrat-Mitte machten immer mehr Vereine und Gruppen spontan beim Klosterfest mit. Musikalisch hatte der OVL (Leitung Andreas Kiefer) auch heuer den Hauptpart mit schwungvoller Musik übernommen.

Peter Kostyra vom Kreuzkapellenverein und Jürgen Trautmann begrüßten die Gäste sowie Schirmfrau Annelie Faber-Wegener. „Gerade das Klosterfest zeigt, dass die Menschen die Minoriten-Patres richtig ins Herz geschlossen haben. Nicht umsonst kommen so viele hoch zum Kloster um zu beten, aber wie heute auch zu feiern“, sagte die Bürgermeisterin. Bereits im Buch Moses sei das Biergetränk erwähnt. Für das Fest hatte Alban Welsch Bier der bayerischen Mallersdorfer Klosterbrauerei besorgt, mit den besten Grüßen der Braumeisterin Schwester Doris.



Ein Dank von Annelie Faber-Wegener galt den vielen Helfern, von denen die meistern seit Beginn dabei sind. So Thomas Toussaint, Sepp Hawener und Richard Latz an der Hauptkasse oder das tüchtige Team der Frauen um Monika Kostyra und Gaby Bitsch an der reich bestückten Theke der Kuchen, den fleißige Hausfrauen-Hände in den Ofen schoben. Steffi und Klaus Kuhn überraschten mit einem Riesen-Erdbeerkuchen, gegen 16 Uhr waren bereits alle Kuchen gegessen. Besonders ins Zeug legte sich ein Team der Kreissparkasse Saarpfalz um Organisatorin Annette Schwartz, denn unermüdlich übernahmen 15 Bedienstete nicht nur den arbeitsintensiven Abräumdienst von Flaschen, Geschirr und Krügen, sie halfen auch bei der Essensausgabe. Viel gefragt die von Bruder Jakub zubereitete polnische Spezialität Bigos, neu die Bezeichnung für das frühere Zigeunerschnitzel, das als „Schnitzel oder Hackbraten nach Art der wandernden Mönche“ auf den Teller kam.

Ins Auge fiel der im Klosterhof blühende Blumenschmuck, für den Felix Klahm sorgte. Der Helfer aus Aßweiler übernahm zudem mit Heiko Arnold, Harald Vogelgesang, Monika Völkert, Siegfried Heyda und Paul Bubel vom Gemeindeausschuss Aßweiler/Biesingen den Getränkeausschank. Für die Jüngsten hatte Andrea Weinmann für jede Menge Kurzweil gesorgt, und am frühen Abend lud die Gruppe der Rover mit ihren Fahrtenliedern zum Mitsingen ein. „Der Tag der offenen Pforte im benachbarten Bürgergarten lockte die Besucher zum Verdauungsspaziergang“, hatte Michael Walle, neben Franz-Josef Berwanger Kloster-Organist, ausgemacht. Gesuchte Gesprächspartner waren Pater Jozef Matula – der 32-Jährige geht Ende Juni nach Uganda – sowie Pater Hieronim (41) als Pfarrer der Großpfarrei Heiliger Franz von Assisi.