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Alte Freundschaften vertieft

Der Wolfersheimer Ortsvorsteher Matthias Seel (rechts) nutzte das Begegnungsfest für Gespräche mit den Bürgern. Foto: Hans Hurth
Der Wolfersheimer Ortsvorsteher Matthias Seel (rechts) nutzte das Begegnungsfest für Gespräche mit den Bürgern. Foto: Hans Hurth FOTO: Hans Hurth
Wolfersheim. Ein wahres Fest der Freundschaft ist das Begegnungsfest zwischen Wolfersheim und Breitfurt. In diesem Jahr trafen sich die Bürger auf dem Wolfersheimer Dorfplatz hinter dem alten Schulhaus. Hans Hurth

Seinen festen Platz im Veranstaltungskalender der beiden Blieskasteler Stadtteile Wolfersheim und Breitfurt hat das Begegnungsfest. Die freundschaftlichen Beziehungen der Bürger werden damit vertieft und erweitert. Diesmal war der idyllische Dorfplatz hinter dem alten Schulhaus in Wolfersheim Treffpunkt des Begegnungsfestes, ausgerichtet von Feuerwehr, Sportverein, Obst- und Gartenbauverein und den Landfrauen. "Das Fest soll die bestehende Freundschaft vertiefen und neue aufbauen. Das ist heute bei bestem Besuch mal wieder prima gelungen", freute sich Ortsvorsteher Matthias Seel, der mit seinem Breitfurter Kollegen Martin Moschel eingeladen hatte. Die Schar der Breitfurter musste allerdings, bedingt durch die seit 2008 gesperrte Fußgängerbrücke, einen beschwerlichen Umweg nehmen. Die gesperrte Brücke über den "Jordan"(Blies) war da natürlich Thema bei den Gesprächen unter den Bäumen und beim Spießbraten, zubereitet von den Kameraden der Feuerwehr Wolfersheim .



Im Gespräch mit unserer Zeitung blickte Breitfurts Ex-Ortsvorsteher Franz Welsch, der zusammen mit Jürgen Gentes die Idee zum Begegnungsfest hatte, zurück. "Das erste Fest sollte 1997 am Wasserwerk Wolfersheim stattfinden, doch da waren die behördlichen Auflagen zu hoch", erinnert sich Welsch an die Anfänge. Doch der Franz der kann‘s: Ein Jahr später war es soweit, seitdem wird abwechselnd in beiden Orten gefeiert.

"Viele Breitfurter und Wolfersheimer sind miteinander verheiratet, diese familiären und privaten Kontakte können prima vertieft werden", hielt Matthias Seel fest.

Reich gefüllte Kuchentheke

Für die Wolfersheimer war der Bahnhof Breitfurt über Jahre hinweg Abfahrtsort zu Schicht und Schule. "Durch den langen Lauf hatten wir allerdings bei der Ankunft am Bahnhof oft schmutzige Schuhe, Grund für die Breitfurter, uns leicht von oben herunter auszulachen", wusste der engagierte Heimatkundler Ludwig Weber (82). Welchen Weg sie in die Nachbarorte Bliesdalheim, Ballweiler, Blickweiler und Breitfurt auch nehmen - einmal müssen die Leute aus dem Gold-Dorf dabei jeweils eine Bergstrecke hoch. "Mit meiner Ehefrau Gisela war ich bisher bei allen Festen dabei", sagte uns Ludwig Hunsicker, ehe er sich, wie Landrat Theophil Gallo , an der reich gefüllten Kuchentheke der fleißigen Landfrauen stärkte. Viel Lob gab es für den schmucken Dorfplatz, eine gute Verbindung zwischen altem Ortskern und Neubaugebiet, wobei alle Arbeiten dazu die Dorfbewohner in Eigenregie bewältigten. Ludwig Weber wies darauf hin, dass in Wolfersheim seit Jahrzehnten, verstärkt durch Eigenleistungen der Bürger , die Kassen der öffentlichen Hand spürbar entlastet wurden. "Unser Ort war seiner Zeit voraus und ein Musterknabe unter den Dörfern." Zum Frühschoppen des Begegnungsfestes kamen zünftige Klänge von den Rubenheimer Rohrental-Musikanten.