| 20:38 Uhr

Handball
Acht Vereine greifen nach dem Titel

Trainer Christian Schöller (links) traf auch im vergangenen Jahr im Halbfinale des Handball-Saarlandpokals mit dem TV Niederwürzbach auf die VTZ Saarpfalz. Damals unterlag der TVN mit 20:27.
Trainer Christian Schöller (links) traf auch im vergangenen Jahr im Halbfinale des Handball-Saarlandpokals mit dem TV Niederwürzbach auf die VTZ Saarpfalz. Damals unterlag der TVN mit 20:27. FOTO: Horst Klos_Friedrich-Ebert-Str.2 / Horst Klos (Klosfoto)
Kreis Neunkirchen/Saarbrücken. Déjà-vu-Erlebnis am Ostermontag: Um den Handball-Saarlandpokal der Herren kämpfen die gleichen Mannschaften wie im Vorjahr.

Was war das für ein Spektakel. Drama, Emotionen, Taktik, Kampf. Das Finalturnier um den Handball-Saarlandpokal 2017 bot alles, was das Zuschauer-Herz begehrt. Mit einem Halbfinale zwischen den Handballfreunden Illtal und dem SV 64 Zweibrücken, das in einem herzzerreißenden Finale für die Zebras in Tränen und den SV in Jubelstürmen endete. Und mit Sieger VTZ Saarpfalz, der im Zweibrücker Finale aufgrund taktischer Finesse den Titel erringen konnte. Am Ostermontag kommt es zur Neuauflage des Turniers. Mit dabei: die vier gleichen Mannschaften wie im Vorjahr. Und, neben den drei Oberligisten, der TV Niederwürzbach. „Was ich inzwischen ganz spannend finde und was eine Auszeichnung für den Handball-Verband ist, ist, dass alle Mannschaften den Pokal super ernst nehmen und dass es eine prestigeträchtige Veranstaltung ist, die jeder gewinnen will. Das war vor einigen Jahren noch nicht so“, verrät Steffen Ecker. Der Übungsleiter der Handballfreunde Illtal trifft wie schon im Vorjahr auf die Zweibrücker Löwen. Wer gewinnt? „Da wage ich keine Prognose abzugeben“, sagt Ecker. „Jeder hat gegen jeden gewonnen und jeder gegen jeden verloren. Da schiebe ich die VTZ Saarpfalz mit ein. Ich denke, dass sich die drei Mannschaften auf Augenhöhe bewegen. Da kann man gar keine Prognose abgeben.“ Zwischen den Zebras und den Löwen ist es schon das vierte Duell dieser Saison. In der Liga gewannen einmal die HF, einmal die Löwen. Im Pokal-Halbfinale nochmal die Westpfälzer.


Aber werden alle Vereine sämtliche Karten auf den Tisch legen? Schließlich findet schon am 7. April das vielleicht vorentscheidende Duell um die Meisterschaft in der RPS-Oberliga statt, wenn die VTZ Saarpfalz zu Hause auf die HF Illtal trifft. Das, so Ecker, sei überhaupt kein Grund, sich im Pokal zu schonen. „Jeder will dorthin und das Ding gewinnen. Wir haben eine ganz normale Trainingswoche absolviert. Da will sich keiner schonen, wir nicht, die VT auch nicht. Es gibt eh keine Geheimnisse. Durch das Video-Studium kann man sich so viele Spiele angucken wie man möchte. Da geht es darum, seine eigene Stärke durchzusetzen“, prognostiziert der Trainer, der voraussichtlich einen 16-Mann-Kader mitnehmen wird.

Ausgenommen vom Video-Studium, das ab der vierthöchsten Spielklasse mittlerweile normal ist, ist der TV Niederwürzbach, Saarlandligist und, laut Kapitän David Leffer, „krasser, krasser Außenseiter.“ Dem noch amtierenden Meister gelang im Halbfinale das Kunststück, RPS-Ligist HSG Völklingen aus dem Turnier zu werfen. Realistische Chancen auf eine Überraschung habe der TVN aber nicht. „Ich denke, wir sind auf jeden Fall klarer Außenseiter, zumal wir noch gegen die beste Mannschaft spielen, was eine Hammer-Aufgabe ist. Das ist auf jeden Fall der schwerste Gegner. Die VT liegt uns nicht und wird uns auch nicht unterschätzen.“ Zu konstant, zu abgeklärt sei der Oberliga-Tabellenführer. „Wenn du die Runde der VT verfolgst, ist das von den drei Oberligisten die konstanteste Mannschaft. Du kannst sie am Anfang vielleicht ein bisschen ärgern. Aber normalerweise wird irgendwann die körperliche Überlegenheit und Fitness den Ausschlag geben.“ Die Qualifikation für den Saarlandligisten sei Erfolg genug. Für den „Underdog“ gelte daher: „Hinfahren und die Kulisse genießen. Einfach genießen.“

Eröffnet wird der Turniertag durch die Damen-Konkurrenz. Im ersten Halbfinale um 11 Uhr trifft Saarlandligist HSG TVA/ATSV Saarbrücken auf den HSV Püttlingen. Im zweiten Halbfinale spielt der TV Merchweiler (Saarlandliga) gegen den SV 64 Zweibrücken (Oberliga).