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Abwassergebühren bleiben stabil

Blieskastel. Die Abwassergebühren in Blieskastel bleiben im kommenden Jahr stabil, für 2011 ist allerdings mit einer deutlichen Gebührenerhöhung zu rechnen. Das hat der Stadtrat Blieskastel in seiner jüngsten Sitzung beschlossen Von SZ-Redakteur Joachim Schickert

Blieskastel. Die Abwassergebühren in Blieskastel bleiben im kommenden Jahr stabil, für 2011 ist allerdings mit einer deutlichen Gebührenerhöhung zu rechnen. Das hat der Stadtrat Blieskastel in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Wie CDU-Faktionschef Holger Schmitt erläuterte, könne durch die Auflösung einer Rücklage die Koalition aus CDU, Grünen und FDP im Stadtrat eine Gebührenerhöhung um ein weiteres Jahr aussetzen. Das bringe Aufschub und Planungssicherheit für die Bürger in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit. Nach anfänglicher Skepsis stimmte auch die SPD zu, nachdem in der Ratssitzung erläutert worden war, dass das Abwasserwerk im kommenden Jahr wohl ein ausgeglichenes Jahresergebnis vorlegen könne. Knapp kalkuliert"Dank eines sehr sparsamen und wirtschaftlichen Betriebs konnten wir unseren Bürgern in den vergangenen fünf Jahren eine Gebührenerhöhung ersparen, trotz riesiger Gebührensteigerung des Entsorgungsverbandes Saar (EVS)", erklärte CDU-Mann Holger Schmitt. Über 500 000 Euro mehr pro Jahr verlange der EVS nun von der Stadt. Weitere Gebührenerhöhungen in der Zukunft seien nicht ausgeschlossen. "Diese Preiserhöhungen sind auch bei größten Einsparungen auf Dauer nicht wett zu machen. Für das Jahr 2010 kann die Stadt letztmalig auf die Gewinnrücklage zurückgreifen, bis diese aufgebraucht ist. Ist dieser Einmaleffekt weg, sind ab dem Jahr 2011 kräftige Gebührenerhöhungen unvermeidlich. Die Ursachen dafür liegen einzig und allein beim EVS. Dieser Verband und seine Wirtschaftlichkeit müssen stärker kontrolliert werden. Wir hoffen hier auf die Koalition im Land und auf die neue Umweltministerin", erklärte Schmitt. Die Landesregierung müsse hier aktiv werden. Demgegenüber habe das Abwasserwerk der Stadt in den vergangenen Jahren sehr knapp kalkuliert. Auch der Wirtschaftsplan 2010 sei bis an die Grenze des vertretbaren sparsam geführt worden, um die Bürger von einer kurzfristigen Gebührenerhöhung zu verschonen.Ein Jahr ZeitDie Koalition verspreche allen Bürgerinnen und Bürgern, auch in Zukunft größten Wert auf Sparsamkeit beim Abwasserwerk zu legen. Die anstehenden Diskussionen um eine Fusion mit dem Abwasserwerk der Gemeinde Gersheim würden genutzt, nach Kosteneinsparungen zu suchen, zum Beispiel im Personalbereich. Auch aus diesem Grund sei eine kurzfristige Erhöhung der Abwassergebühren abzulehnen. Schmitt: "Wir werden jede weitere Einsparmöglichkeit prüfen, bevor wir die Gebühren für das Jahr 2011 erhöhen." Denn schon jetzt sei klar, dass die Abwassergebühren, die derzeit bei 2,71 Euro liegen, ohne Synergieeinsparungen um rund 40 Cent steigen müssten. Die CDU im Stadtrat stelle sicher, dass die Bürger rechtzeitig informiert und vorgewarnt seien. Es bleibe ein Jahr Zeit, um sich auf steigende Gebühren einzustellen. "Ein Jahr, in dem die Bürger bares Geld sparen", so die CDU.