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72 Stunden für eine bessere Welt

Viele helfende Hände packten mit an bei der Sozialaktion des Bundes der deutschen katholischen Jugend. Von Freitag bis Sonntag wurde am St. Josef-Haus in Blieskastel ein Flaniergarten angelegt. Außerdem wurden die Wege für Rollstuhlfahrer benutzbar gemacht. Von SZ-Mitarbeiter Hans Hurth

Blieskastel. Die Welt in 72 Stunden ein bisschen besser machen, dies ist der Grundgedanke der Sozialaktion des Bundes der deutschen katholischen Jugend im Dekanat Saarpfalz unter der Schirmherrschaft von Landrat Clemens Lindemann und Dekan Pirmin Weber, dem ehemaligen Lautzkircher Pfarrer. "Am Donnerstagabend bei der Eröffnung der Aktion haben wir erstmals von unserer Aufgabe erfahren", erzählte unserer Zeitung Andrea Guckert-Lauer, als Gemeindereferentin der Pfarreiengemeinschaft St. Sebastian Blieskastel/ St. Barbara Blickweiler zuständige Leiterin des Projektes, das von Jutta Asal von Wuthenau angeregt worden war.Die Verwaltungschefin des St. Josef-Hauses hatte nämlich den Wunsch, in der Außenanlage des Heimes einen Flaniergarten anzulegen und gleichzeitig die Wege für Rollstuhlnutzer befahrbar zu machen, was vorher nicht möglich war.



Für Freitag wurden die Jugendlichen von der Schule freigestellt, so ging es mit viel Geschick, Improvisation und Gemeinsinn an die Arbeit, wobei 20 Erwachsene der Pfarreiengemeinschaft mit Tipps und Schaffenskraft Unterstützung leisteten. Am Sonntagmittag, als Rechen, Spaten, Schubkarren und anderes Gerät beiseite gestellt werden konnten, kam man aus dem Staunen nicht heraus. So ist etwa der Holzpavillon komplett renoviert. "Wir halfen beim Pavillon-Anstrich", zeigten Anna Pfeifer und Jonas Hurth (beide neun Jahre) sowie Paul Pfeifer (sechs Jahre) stolz ihr Werk. "Unter Aufsicht durfte ich beim Heckenschnitt mit der Elektroschere helfen", zeigte der zwölfjährige Sebastian Schömer auf die Rabattanlage.

Alles präsentiert sich neu und ansehnlich: Der Rasen ist gelockert und neu eingesät, Beete mit Basaltsteinen sowie Wege angelegt und eine Buchenhecke ringsum gepflanzt. "Die Hochhecke dient Demenzkranken als Orientierungspunkt, zudem weckt der Garten bei ihnen Erinnerungen und Rollstuhlfahrer können nun bei schönem Wetter problemlos den neuen Garten erreichen und sich an der schönen Anlage erfreuen", blickte Andrea Guckert-Lauer zufrieden auf das Schaffen der kreativen kirchlichen Mitarbeiter von morgen.

"Dies war eine ganz tolle Aktion, alle waren 72 Stunden mit Riesenbegeisterung von acht Uhr am Morgen bis zum späten Abend dabei", lobte beim abschließenden Gottesdienst im Heim Pfarrer Hermann Kast, der selbst in die Hände spuckte und mit anpackte. Ein Dank galt Firmen und Betrieben vor Ort, die Material und Arbeitsgerät zur Verfügung stellten.

Auf einen Blick

In den Dienst der Sozialaktion "72 Stunden" stellten sich in Blieskastel: Gut Lindenfels, Lautzkircher Sandsteinwerk, Baggerbetrieb Groh, Container Peter Bohr, Stadtwerke Bliestal, die Schreinereien Schösser und Risch, die Firmen Bernd Pfeifer, Ruland-Kallenborn, Becher, Toussaint und weitere. Lebensmittel-Spenden kamen von den Metzgereien Kurt Ziegler und Derschang, Pizzeria am Schlangenbrunnen, Bernd Pfeifer, Bäckereien Kuhn, Brill, Barbarossa, Getränke Matheis. Einen Kleinbus stellte der TV Niederwürzbach zur Verfügung. hh