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Schutzengellauf
In Laufschuhen, mit Rollstuhl oder Rollator

Schon beim ersten Schutzengellauf, damals noch in Gersheim, haben rund 500 Kinder ihre Runden für den guten Zweck gedreht.
Schon beim ersten Schutzengellauf, damals noch in Gersheim, haben rund 500 Kinder ihre Runden für den guten Zweck gedreht. FOTO: Picasa
Blieskastel-Lautzkirchen. 1200 Teilnehmer drehten beim Blieskasteler Schutzengellauf am 9. Mai zugunsten von Jonas, Layan und Bisan ihre Runden. Von red

Die Resonanz des 8. Schutzengellaufs in Blieskastel war beeindruckend. Wie die Veranstalter mitteilten, schnürten am Veranstaltungstag von 8 bis 21 Uhr etwa 1200 Läufer „von jung bis alt“ ihr Schuhe für die gute Sache:


Die finanzielle Unterstützung der schwerstbehinderten Kinder Jonas aus Saarbrücken und der Zwillingsmädchen Layan und Bisan aus Sulzbach-Schnappach. Ihre Schicksale standen, so die Schutzengel, im Mittelpunkt der Hilfsaktion auf der Sportanlage des SC Blieskastel-Lautzkirchen. Denn mit dem Erlös sollen für die drei Kinder und deren Familien dringend notwendige bauliche Maßnahmen zu Hause finanziell unterstützt werden – etwa die Einrichtung behindertengerechter Badezimmer und die Schaffung barrierefreier An- oder Umbauten. Denn beide Familien könnten die Kosten in Höhe von jeweils etwa 40 000 Euro alleine nicht stemmen.

Bei idealen Witterungsbedingungen legten bereits am Vormittag etwa 650 Teilnehmer von vier Blieskasteler Schulen sowie Kinder mehrerer Kitas und nachmittags und am frühen Abend zahlreiche Laufteams, Einzelläufer sowie Rollifahrer und Walker eindrucksvoll Runde um Runde auf der 400-Meter-Tartanbahn, um Jonas, Layan und Bisan zu helfen. Der jüngste Teilnehmer, der von seiner Mutter im Kinderwagen geschoben wurde, war fünf Monate alt und die älteste Teilnehmerin 89 Jahre.



Besondere Anerkennung gab es für eine Gruppe vom Blieskasteler Seniorenheim St. Joseph, die nebst Betreuern und Einrichtungsleiter in Rollstühlen und mit Rollatoren mehrere Stadionrunden drehten. Bei guter Stimmung demonstrierten viele Menschen „gelebte Solidarität“. Rundenzeiten spielten keine Rolle, alleine der „Gedanke zu helfen“ stand im Vordergrund.

Besonders schön sei nach Angaben der Veranstalter, dass die Resonanz nicht nur bei den „Blieskastelern“ überwältigend war. Die Läufer seien aus Saarbrücken, Völklingen, Neunkirchen, St. Ingbert, Elversberg, Bexbach, Homburg, Kirkel, Mandelbachtal, Ensheim, Illingen und Lebach angereist, um die Aktion zu unterstützen. Fast den ganzen Tag über hätte reger Betrieb geherrscht.

Auch Landtagspräsident Stephan Toscani, die Vorsitzenden sowohl der SPD- als auch der CDU-Fraktion im Saarländischen Landtag, Stefan Pauluhn und Alexander Funk, kamen mit Spenden nach Blieskastel. Weiterhin war neben der Blieskasteler CDU-Landtagsabgeordneten Jutta Schmitt-Lang und weiteren politischen Mandatsträgern aus den Kommunen und dem Saarpfalz-Kreis auch Sternekoch Cliff Hämmerle als engagierter Läufer unterwegs.

Vereinsvorsitzender Klaus Port bedankte sich beim SC Blieskastel-Lautzkirchen (sowohl für die unentgeltlich zur Verfügung gestellte Anlage als auch für die erstklassige Bewirtung), dem DRK Ortsverein Blieskastel-Mitte, Radio Melodie (Bernd Ley und „Walter“), beim Bauhof der Stadt Blieskastel, den zahlreichen Helfern sowie den großzügigen Sponsoren und Unterstützern des Schutzengelvereins ebenso wie bei den Blieskasteler Schulen und Kindertagesstätten, allen Läuferinnen und Läufern sowie den Vereinen des TTC Lautzkirchen, DLRG Blieskastel, Turnverein Webenheim, Kreissparkasse Saarpfalz, Stadtwerke Bliestal und St. Ingbert, Grojos Elversberg, FC Niederwürzbach 09, „SG Tresen 08“ (Restaurant Schuwer Aßweiler), „Fitnesstraining Exclusive“ Blieskastel, „Team Mary Kay“ und „Expertentreff SC Blieskastel-Lautzkirchen“.

Am Ende des Tages zogen die Schutzengel das Fazit, dass das gesteckte Ziel erreicht wurde. Zwar würde es noch Wochen dauern, bis alle Teilnehmer ihre Sponsorengelder eingesammelt hätten und der Gesamterlös der Aktion endgültig feststünde. Doch mit Blick auf bereits eingegangene Spenden dürfen die Schutzengel zuversichtlich sein, wieder eine Spendensumme jenseits von 15 000 Euro plus X zu erreichen.