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Jäger
Blaue Wildwarner für die Straßen im Kreis

Auffällige blaue Reflektoren an den Leitpfosten sollen Rehe, Wildschweine und Hirsche so abschrecken, dass sie nicht unvermittelt auf die Straße laufen. Der VJS hat rund 2000 Wildwarnreflektoren bestellt.
Auffällige blaue Reflektoren an den Leitpfosten sollen Rehe, Wildschweine und Hirsche so abschrecken, dass sie nicht unvermittelt auf die Straße laufen. Der VJS hat rund 2000 Wildwarnreflektoren bestellt. FOTO: picture alliance / dpa / Fredrik von Erichsen
Oberbexbach. Professor  Patrick Klär heißt der neue Kreisjägermeister des Saarpfalz-Kreises. Beim Kreisjägertag der Kreisgruppe Saarpfalz der Vereigung der Jäger des Saarlandes (VJS) im Volkshaus Oberbexbach wurde Klär als Nachfolger von Bernhard Feichtner gewählt. Von Markus Hagen

Feichtner war über 16 Jahre in dieser Position tätig.


Neuer stellvertretender Kreisjägermeister wurde Michael Baus. Peter Herrmann, Heinz Stalter und Horst Diethelm Veeck gehören nun dem Kreisjagdausschuss an. Einige Mitglieder wurden im Verlauf des Kreisjägertages für langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Gerd Etteldorf, Andreas Deppner, Helmut Brunck und Kaspar Stelzer, Berthold Krämer, Hans-Jürgen Fickinger, Peter Weber und Willi Harig sind seit 25 Jahren Mitglied. Seit 40 Jahren gehören Klaus Gehring, Alois Conrad, Ute Stalter, Gerhard Schwarz und Wolfgang Dawo und Klaus Hutzler der VJS an. Karl-Werner Kühn und Raimund Zimmermann halten der VJS bereits seit 50 Jahren die Treue. Rheinhold Feichtner ist seit 60 Jahren dabei, und für 65-jährige Mitgliedschaft wurde Walter Cronauer geehrt.

In seinem Jahresbericht informierte der scheidende Kreisjägermeister Bernhard Feichtner zunächst, dass der Saarpfalz-Kreis die Jagdsteuer nicht aussetze. Dafür soll der Kreisverband der Jäger 25 000 Euro als Zuschuss für Projekte erhalten. Das erste gemeinsame Projekt, ein Naturmobil, wurde nicht umgesetzt. Feichtner erklärte, dass man die mit der Anschaffung des Naturmobils verbundenen Verpflichtungen finanzieller Art nicht eingehen wollte. Daher habe man auf die Anschaffung verzichtet.

Im vergangenen Jahr haben die Jagdpächter im Kreis in 23 Revieren 140 Wildobstbäume, 700 Kilogramm Saatgut und für 50 000 Meter Straßenlänge rund 2000 Wildwarnreflektoren bestellt. Für die Wildwarnreflektoren wurden rund 9000 Euro investiert, die komplett vom Saarpfalz-Kreis bezahlt wurden. Die Förderung beim Saatgut, so Feichtner, beträgt nur 50 Prozent der Kosten.

Bezüglich Steuern schlug Feichtner vor, diese auf 20 Prozent zu reduzieren oder ganz abzuschaffen. „In anderen Landkreisen gibt es keine Jagdsteuer mehr. Primär ist diesbezüglich auch die Landesregierung gefordert, das Kommunalabgabegesetz zu ändern.“



Zum Thema afrikanische Schweinepest und ihre Auswirkungen auf die Jagd erklärte Feichtner: „Bisher ist sie nicht in Deutschland vorgekommen.“ Bei der Jagd auf Wildschweine müssten alle tangierenden Rechtsvorschriften, wie Jagdrecht, Tierschutzrecht, Natur- und Artenschutzrecht sowie Tierseuchenrecht, beachtet werden. Die afrikanische Schweinepest dürfe nicht als Ausrede dafür dienen, alle Gebote des Tierschutzes und der Waidgerechtigkeit zu missachten.