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Nikolausmarkt in Bexbach
Vereinsgemeinschaft trägt den Markt

Schon gleich zu Beginn des diesjährigen Bexbacher Nikolausmarktes sorgten die Kinder des Kindergartens St. Dominikus am Freitag unter der Augen von „Nikolaus“ Manfred Leinemann und Ortsvorsteher Franz-Josef Müller für buntes Treiben auf der Bühne.
Schon gleich zu Beginn des diesjährigen Bexbacher Nikolausmarktes sorgten die Kinder des Kindergartens St. Dominikus am Freitag unter der Augen von „Nikolaus“ Manfred Leinemann und Ortsvorsteher Franz-Josef Müller für buntes Treiben auf der Bühne. FOTO: Thorsten Wolf
Bexbach. Beim Bexbacher Nikolausmarkt feierten Groß und Klein drei Tage lang – und der Nikolaus war natürlich auch dabei. Von Thorsten Wolf

Auch in Bexbach hat die Weihnachtszeit am vergangenen Wochenende ganz offiziell Einzug gehalten, von Freitag bis gestern wurde auf dem Vereinsgelände des Obst- und Gartenbauvereins an der Grünen Lunge in Rot und Weiß gefeiert. Und auch in diesem Jahr nahmen viele Vereine, Parteien und Gruppen am dreitägigen Vorweihnachtstreiben teil: Die Awo-Kita, die DJK Bexbach, die Rockfreunde, die Freien Wähler, die Junge Union, der SPD-Ortsverein, die Blätsch, natürlich der Obst- und Gartenbauverein selbst, der Dartclub Murmel‘s und der SV Bexbach. Sie alle hatten sich, gemeinsam mit dem Ortsrat von Bex-
bach mit Ortsvorsteher Franz-Josef Müller an der Spitze, zur Aufgabe gemacht, den Bexbachern ein Wochenende voller Besinnlichkeit zu schenken.


Und natürlich gab es nicht nur reichlich Weihnachtliches für Gaumen und Kehle, sondern auch ein buntes Programm. Den Auftakt machten da am Eröffnungsfreitag die Kinder der katholischen Kindertagesstätte St. Dominikus Bexbach, die vor zahlreichen Besuchern Weihnachtslieder und Gedichte vortrugen – unter den Augen von „Nikolaus“ Manfred Leinemann, der auch in diesem Jahr wieder für die Geschenke-Momente sorgte. Danach sollte es mit dem Duo Laudachristmas weiter gehen in die erste Nacht des Bexbacher Nikolausmarktes. Für den Samstag hatte Marco Stadtmüller – er zeichnete zusammen mit Thomas Gallo für die Organisation des Marktes verantwortlich – den Awo-Kindergarten mit Weihnachtsliedern und Gedichten und das Jazzensemble „Weihnachtsjazz“ gewinnen können. Am Sonntag dann stand das Bexbacher Chörchen auf dem Programm. Und natürlich hatte Manfred Leinemann an jedem Tag als Nikolaus seinen Auftritt.

Dass man seit 2015 nicht mehr in der Stadtmitte, sondern baustellenbedingt beim Obst- und Gartenbauverein den Nikolausmarkt feiert, hat der Veranstaltung augenscheinlich nicht geschadet. Das Vereinsgelände liegt in unmittelbarer Nähe des Ortskerns, hat Parkplätze und ist zu Fuß bestens zu erreichen. Da durfte man am Freitag schon mal die Frage stellen, wie es in der Zukunft weitergehen wird, wenn der ursprüngliche Platz an der Kirche St. Martin wieder zur Verfügung steht.

Die Antwort darauf gaben Marco Stadtmüller und Ortsvorsteher Franz-Josef Müller. Vorab machten beiden auch aus ihrer Sicht deutlich, dass der Bexbacher Nikolausmarkt durch den Umzug im Jahr 2015 nicht gelitten habe. Stadtmüller: „Natürlich gibt es immer Leute, die etwas besser oder schlechter finden. Aber grundsätzlich wird der Ort hier gut angenommen.“ Wenn nun der Platz an der Kirche in der Zukunft wieder fertiggestellt sei, dann werde man, wie Ortsvorsteher Franz-Josef Müller erklärte, die Standbetreiber befragen. „Wir werden uns das dann vor Ort anschauen – und dann sollen die Betreiber entscheiden, wo sie in der Zukunft hinwollen.“

Dies könne dann einen Rück-Umzug an die Kirche St. Martin oder einen Verbleib auf dem Gelände des Obst- und Gartenbauvereins bedeuten. Grundsätzlich und ganz unabhängig vom Ort des Geschehens, mache, wie Stadtmüller es beschrieb, die Gemeinschaft der Vereine den Bexbacher Nikolausmarkt aus. „Es gibt hier keinen gewerblichen Betreiber, es ist von Vereinen für die Bexbacher. Dabei sei es in Bex-
bach, so Stadtmüller, leicht, einen solchen Markt auf die Beine zu stellen, „seit fünf, sechs Jahren ist die Zahl der Standbetreiber sehr konstant, das ist alles sehr eingespielt, das läuft gut“. Auch deswegen sehe man, abseits von kleineren Neuerungen, derzeit von revolutionären Veränderungen ab, „so wie es ist, so hat es sich bewährt“.



Eine ganz wichtige Rolle spielte  natürlich Manfred Leinemann als Darsteller des namensgebenden Nikolaus. „Man wird nicht müde, diese Rolle zu spielen“, lachte Leinemann vor seinem offiziellen Auftritt, noch ganz in „zivil“ und sichtlich entspannt – nicht ohne Grund: „Ich mache das jetzt seit zwölf Jahren.“ Und das auch in diesem Jahr wieder mit seinem gewohnten Engagement.