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Umweltminister Jost würdigt Leistung des Saarforsts

Bexbach. Am Tag des Waldes hat Umweltminister Reinhold Jost auf den Zustand saarländischer Wälder aufmerksam gemacht. Besonders hob er die Arbeit des Saarforst-Landesbetriebs bei der Beseitigung von Sturmschäden hervor. Sebastian Dingler

Mit den Vertretern zahlreicher Interessenverbände ist am Samstagvormittag im Bexbacher Hotel Hochwiesmühle der Tag des Waldes gefeiert worden. Saar-Umweltminister Reinhold Jost (SPD ) hatte zusammen mit dem Saarforst-Landesbetrieb zu der Veranstaltung eingeladen. In seinem Vortrag beschrieb er den nach wie vor rasanten Rückgang des Waldes - weltweit. Anschließend stellte Jost die Leistungen des Saarforst-Landesbetriebs dar. Zentraler Punkt dabei war die Strategie der Wiederbewaldung nach den massiven Orkanschäden von 1990, die unter dem Motto "Weniger ist mehr" geschehen sei.

Jost thematisierte außerdem die Waldbodenversauerung. Obwohl die Schadstoffe nach dem Aufkommen des Themas Waldsterben stark reduziert wurden, befänden sich immer noch viele im Boden. So seien etwa im Bliesgau 88 Prozent des Waldes "kalkungsbedürftig". Mit der Ausbringung von Kalk werden Säuren im Boden neutralisiert. Der Waldreferent des Naturschutzbundes (Nabu) Saarland, Helmut Harth, forderte hierzu stärkere Ursachenbekämpfung und sogar ein Kalken des Saarbrücker Urwaldes, "weil sonst die Bäume dort umfallen".

Anschließend ging es zu einem Waldstück bei Homburg-Jägersburg, das besonders von den Orkanen betroffen gewesen war. Joachim Stelzer, Leiter des Geschäftsbereiches Holz beim Saarforst, beschrieb vor Ort die Maßnahmen, die zu einem außergewöhnlich schnellen Wiederbewuchs führten. Saarforst habe auf die Selbstheilungskräfte der Natur gebaut. "Wir haben gelernt, uns in dieses komplexe Lebewesen Wald hineinzudenken", sagte Stelzer.

Auch BUND-Landesvorsitzender Christoph Hassel lobte die "ökologisch vorbildliche Reaktion auf die Sturmschäden" von Saarforst. Er wünschte sich, dass der Landesbetrieb von weiteren Personaleinsparungen verschont bleibe. Da machten die Aussagen des Umweltministers allerdings wenig Hoffnung: "Wir haben auch bei Saarforst Einsparziele - das geht gar nicht anders." Gleichwohl lobte Jost den Landesbetrieb: "Saarforst leistet eine Arbeit, bei der der Naturschutz und der Gedanke der Nachhaltigkeit genauso Platz haben wie der Gedanke, dass der Wald ein Wirtschaftsfaktor ist."