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Neue Friedhofsbroschüre
Transparenz bis auf den Friedhof

Mit der neuen Broschüre zum Friedhofs- und Bestattungswesen in Bexbach verabschiedet sich Heinz Kilian (links) praktisch aus dem Dienst der Stadt, nach dem 31. Juli folgt ihm Frank Metzger im Amt.
Mit der neuen Broschüre zum Friedhofs- und Bestattungswesen in Bexbach verabschiedet sich Heinz Kilian (links) praktisch aus dem Dienst der Stadt, nach dem 31. Juli folgt ihm Frank Metzger im Amt. FOTO: Thorsten Wolf
Bexbach. In Bexbach informiert eine neue Broschüre über alles, was man über das regionale Friedhofswesen wissen sollte. Von Thorsten Wolf

Friedhöfe sind in jeder Kommune ein hochsensibles Thema. Und eines, bei dem es zwischen der kommunalen Friedhofsverwaltung, der Bürgerschaft und den ganz unterschiedlichen Dienstleistern, vom Steinmetz bis zum Bestatter, schnell mal zu Missverständnisses kommen kann. Was ist erlaubt? Was nicht? Wer sind die richtigen Ansprechpartner? Wie sieht die Kostenstruktur aus? All diese Fragen und noch einige mehr beantwortet die Bexbacher Friedhofsverwaltung nun in einer eigens gestalteten Broschüre mit dem Titel „Friedhöfe und Bestattungswesen der Stadt Bexbach“. Und die kommt nicht im gefürchteten, weil meist für Otto-Normalverbraucher fast immer unverständlichen Verwaltungsdeutsch daher, sondern beschreibt alles rund ums Friedhofswesen in einfachen und nachvollziehbaren Worten.


Hinter dem ganzen Projekt steht Heinz Kilian, in der Bexbacher Bauverwaltung zuständig für die insgesamt sieben Friedhöfe im Stadtgebiet, von Höchen bis nach Niederbexbach. Auf insgesamt 36 Seiten haben Kilian und sein Team ein umfangreiches Nachschlagewerk geschaffen, das ganz zu Anfang jeden der sieben Friedhöfe mit Bild und Text beschreibt. Es folgt die Friedhofsordnung, eine Auflistung aller vorgesehenen Grabarten, die Vorgaben bei der Grabgestaltung und bei den Grabmalen, Informationen zu Grabeinebnungen und auch zu den Leichenhallen. Am Ende der Broschüre finden sich schließlich auch die Ansprechpartner der Stadt und der Pfarrämter. Abgerundet werden all die Informationen durch ein Einlegeblatt, auf dem sich die Gebührensatzung findet.

Damit erfüllt die Broschüre ihren Anspruch, es mag einem tatsächlich kaum eine Frage einfallen, die hier unbeantwortet bleibt. Im Gespräch mit unserer Zeitung erläuterten Heinz Kilian und Bexbachs Bürgermeister Thomas Leis Hintergrund und Zielsetzung dieser bürgernahen Darstellung des städtischen Friedhofswesens. „Diese Informationsschrift haben wir aufgrund immer wieder gestellter Anfragen an die Friedhofsabteilung und auch immer wieder enstehender Missverständnisse erstellt“, beschrieb Heinz Kilian den Impuls für die aufwendige Arbeit. „Wir haben jetzt in verständlicher Form alles zusammengefasst. Wenn jetzt ein normaler Bürger, ein Steinmetzbetrieb, ein Bestattungsunternehmer oder auch ein politischer Mandatsträger diese Broschüre liest, dann ist er über alle Fakten des Friedhofs- und Bestattungswesen in der Stadt Bexbach informiert.“ Man habe sich, so Kilian, dabei ernsthaft bemüht, die Broschüre so verständlich wie möglich zu formulieren, „man muss also keine Ausbildung als Verwaltungsfachkraft haben, um sie lesen und verstehen zu können. Und wir gehen davon aus, dass durch diese Broschüre von vornherein Missverständnisse ausgeschlossen werden können.“



Eben solche Missverständnisse, so beispielsweise eine nicht zulässige Grabmalgestaltung, könnten auch schon mal richtig ins Geld gehen. Die Vorstellung der neuen Informationsschrift nutzte Bürgermeister Thomas Leis auch dafür, um Verständnis für die Arbeitsbelastung derer zu werben, die für die Stadt auf den Friedhöfen arbeiteten. „Ich rede hier von den Mitarbeitern des Bexbacher Baubetriebshofes, von den Leuten, die dort arbeiten. Und das ist viel Arbeit. Gerade Aufgaben wie die Grabeinebnung, die kann nicht jeder machen. Und ich denke, dass man sich bei diesen Mitarbeitern auch mal richtig bedanken sollte.“

Mit der Broschüre „Friedhöfe und Bestattungswesen der Stadt Bexbach“ verabschiedet sich Heinz Kilian mit einem gelungenen „Abschiedsgeschenk“ an seine Stadt quasi aus dem Dienst, am 31. Juli wird er dann in den Ruhestand gehen, seit Oktober 1978 gehörte er als Bereichsleiter der Bauverwaltung der Stadt Bexbach an. Sein Nachfolger Frank Metzger steht schon in den Startlöchern und wird bei gleichem Zuständigkeitszuschnitt in die die Fußstapfen von Heinz Kilian treten.