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| 20:47 Uhr

Närrisches Oberbexbach
Raketen flogen in der Traumfabrik

Die „No Limits“ der MGM Oberbexbach zeigten bei der großen Prunk- und Galasitzung am Freitagabend auf der Bühne im Volkhaus ein buchstäblich grenzenlos farbenprächtiges und spektakuläres Spektakel rund um das Musical „Grease“.
Die „No Limits“ der MGM Oberbexbach zeigten bei der großen Prunk- und Galasitzung am Freitagabend auf der Bühne im Volkhaus ein buchstäblich grenzenlos farbenprächtiges und spektakuläres Spektakel rund um das Musical „Grease“. FOTO: Thorsten Wolf
Oberbexbach. Zu seiner Prunk- und Galasitzung hatte der Oberbexbacher Karnevalsverein „Mer gehn metsamme“ eingeladen. Von Thorsten Wolf

Was macht eine gelungene Prunk- und Galasitzung aus? Die Antwort darauf lieferte am vergangenen Freitag der Oberbexbacher Karnevalsverein „Mer gehn metsamme“ (MGM) im Volkshaus. Im „Wohnzimmer“ des Vereins gab es von der ersten Minute an schmissige Tänze, gelungene Büttenreden, Stimmungsrunden, Raketen – eben alles, was so eine Sitzung einfach ausmacht. Mittendrin statt nur dabei auch in diesem Jahr wieder: Multi-Fastnachter Patrick Weber, der als Elferratspräsident und Sitzungspräsident auf der Bühne unterwegs war, den Abend – unterstützt von seinem Vize Martin Fricker – moderierte, mit den Bexbacher Buwe für Stimmung im Saal sorgte und natürlich auch in seiner Rolle als Abortsmann vom Volkshaus für nicht nur zwischen den Zeilen gut hörbare Seitenhiebe in viele Richtungen sorgte. Für den ersten buchstäblich bewegend Moment sorgten aber andere. Nach einer ersten Begrüßung der Gäste durch MGM-Präsident Patric Breme und dem Einzug von Elferr-
rat, Garden und Mariechen gehörte die Bühne den kleinsten Aktiven, den Piccolini. Trainiert von Birgit Breme zog der MGM-Nachwuchs als Bienchen seine Kreise auf der Bühne – und das so süß und anrührend, dass der Saal natürlich unter großem Beifall eine Zugabe forderte. So konnte es gerne weitergehen – und so ging es dann auch weiter. Und das durchaus nicht nur sehenswert, sondern auch überraschend. So dürfte es relativ einmalig sein, dass sich ein Tanzmariechen den Einmarsch selbst spielt, so geschehen, als am Freitagabend Sophie Gafurow sich selbst mit dem Saxophon begleitend auf die Bühne musizierte. Das hatte was. Und damit nicht genug, auch mit ihrem Solotanz, trainiert ebenfalls von Birgit Breme, wusste das Tanzmariechen zu begeistern. Was der MGM am Freitag ohne Mühe gelang, das war der Mix dessen, was bei Sitzungen auf der Bühne als Spektakel zu sehen ist: Tanz, Büttenreden, Stimmungsrunden, all das war gut gemischt, ein jeder fand sich da am Abend bei dem wieder, was ihm an den tollen Tagen am besten gefällt. Apropos Bütt: Der erste, der sich im Wort auf die Bühne wagte, war niemand anderes als Lars Breme, der Sohn des MGM-Präsidenten Patric Breme. Und das versprach schon mal einen spannenden Einblick hinter die Kulissen einer Fastnachts-Familie durch und durch. Denn: Launig und mit viel Witz zeichnete der Lars das Bild eines Patric, dem die Fastnacht über alles geht. „Gestern stand er im Regen, stundenlang vor unserem Haus, und probierte seine wasserdichte Narrenkappe aus. Die hat er sich bestellt, wenn‘s beim Umzug mal nieselt – denn öfters war seine Frisur verpieselt.“ Nach Lars Bremes Beweis, dass es auch in Sachen Nachwuchs in der Bütt bei der MGM gut läuft, sorgten die Bexbacher Buwe mit Patrick Weber, Patric Breme, Wolfgang Johann und Sebastian Conrad für eine knackige Stimmungsrunde, natürlich mit dem Vereins-Lied „MGM – Mer gehen metsamme“ als Auftakt. Was gehört zu einer gelungenen Sitzung noch mit dazu? Natürlich die Marschtänze der Garden. Nach einem gefeierten Auftritt des Blätsch-Tanzmariechens Franziska Prech, dem Schautanz der MGMchen, die sich mit „Aliens und Astronauten“ im weiten All bewegten, und der gelungenen Büttenrede von Jasmin Siegrist, auch ein echtes Nachwuchstalent, lieferte die Juniorengarde mit ihrem Marschtanz eine der Essenzen der Fastnacht. Ohne Zweifel, der Abend im Volkhaus hatte es in sich, da gab es viel Fantasie, viele Show, viel zu sehen und zu hören. Und genau das soll eine „Traumfabrik“, so das Motto der Sitzung, natürlich auch liefern. Ein gutes Beispiel für die Kreativität, die da an den Tag gelegt wurde, war auch der Auftritt der „No Limits“. Die hatten sich den legendären Stoff des Musicals „Grease“ zu eigen gemacht und verwandelten die Bühne in coolen Kostümen, mit überbordenden Tollen, mitreißenden Tänzen und einer wunderbaren Love-Story für ein paar Minuten in ein buntes Nostalgie-Spektakel. Bis spät in die Nacht wurde in Oberbexbach gefeiert, auch mit Unterstützung der Ehrengarde der Dengmerter Narrezunft.

MGM-Tanzmariechen Sophie Gafurow überließ am Freitag nichts dem Zufall und spielte sich ihren Einmarsch auf dem Saxophon einfach selbst.
MGM-Tanzmariechen Sophie Gafurow überließ am Freitag nichts dem Zufall und spielte sich ihren Einmarsch auf dem Saxophon einfach selbst. FOTO: Thorsten Wolf