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Nicht noch mehr Verkehr durch Kleinottweiler

Vertreter der Bexbacher SPD schauten sich in Kleinottweiler vor Ort um. Foto: SPD Bexbach
Vertreter der Bexbacher SPD schauten sich in Kleinottweiler vor Ort um. Foto: SPD Bexbach FOTO: SPD Bexbach
Bexbach/Kleinottweiler. Die sogenannte Drei-Ohren-Lösung für den Umbau des Autobahnanschlusses Homburg/Bexbach stößt nicht überall auf Gegenliebe. Vor allem die Kleinottweiler Bürger befürchten erhöhte Verkehrs- und Lärmbelastung. bea

Bei einer gemeinsamen Ortsbegehung des SPD-Stadtverbandes, der SPD-Stadtratsfraktion und der SPD-Ortsratsfraktion Kleinottweiler standen der Umbau des Autobahnanschlusses Homburg/Bexbach und seine Folgen für die Verkehrssituation in Bexbach und insbesondere auch im Stadtteil Kleinottweiler im Mittelpunkt. Bürgermeister Thomas Leis erläuterte vor Ort den aktuellen Stand der Planung, der nunmehr nach Aussage des Landesamtes für Straßenwesen (LfS) als zuständiger Planungsbehörde ins Planfeststellungsverfahren gehen soll. Leis und der Kleinottweiler Ortsvorsteher Karl-Peter Ranker bemängelten, dass die Planungsbehörde erst zu einem späten Zeitpunkt und auf Nachfragen von Stadt und Ortsvorsteher konkrete Informationen über den aktuellen Stand der Planung herausgegeben habe, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Demnach sei die Vier-Ohren-Lösung definitiv vom Tisch, da der Bund als Baulastträger nicht bereit sei, die Kosten dafür zu tragen. Die Vertreter der Bexbacher SPD kritisieren, dass die aktuelle Planung auf die Homburger Bedürfnisse zugeschnitten sei und alle Verkehrsprobleme auf der Bexbacher Seite belasse. Auch würden damit Industrie und Gewerbe auf Bexbacher Seite gegenüber den Homburger Betrieben benachteiligt.

Bei einem Gespräch im saarländischen Wirtschaftsministerium mit Staatssekretär Barke und Vertretern des LfS, an dem neben Leis und Ranker auch Beigeordneter Wolfgang Imbsweiler und der Fraktionssprecher Horst Hornberger teilnahmen, wurden die Bexbacher Bedenken nochmals ausführlich vorgetragen. Es wurde vereinbart, dass das LfS die Planung in einer öffentlichen Stadtratssitzung noch im März vorstellt und Fragen beantwortet. In dieser Sitzung sollen auch die Bürger zu Wort kommen. Als Termin der Stadtratssitzung ist der 17. März vorgesehen.

Für die Bexbacher SPD seien folgende Punkte entscheidend: Wenn die Drei-Ohren-Lösung realisiert werde, müsse sichergestellt werden, dass sich die Verkehrssituation auch auf der Bexbacher Seite verbessere und keine zusätzlichen Belastungen insbesondere auch für den Stadtteil Kleinottweiler entstünden. Auch dürften die Bexbacher Betriebe hinsichtlich des Autobahnanschlusses nicht benachteiligt werden. Für Bexbach sei der möglichst zeitnahe Bau eines Autobahnanschlusses Homburg-Ost unverzichtbar, weil dadurch auch der Anschluss Homburg/Bexbach und sowohl Bexbach und Kleinottweiler als auch einige Homburger Stadtteile entlastet würden, heißt es weiter. Anstelle der auf der Bexbacher Seite der Autobahn geplanten Ampel müsse die Anlegung eines Kreisverkehrs geprüft werden.

Die geplante Erweiterung des Mitfahrerparkplatzes auf Kleinottweiler Seite werde abgelehnt. Bezüglich der bereits realisierten Notausfahrt des Industriegebietes Zunderbaum auf die Altstadter Straße sei sicherzustellen, dass diese nicht zu zusätzlichen Belastungen auf Bexbacher Seite führe. Auf keinen Fall dürfe dieser Verkehr durch Kleinottweiler fließen. Um dies zu verhindern, sollten die Altstadter und Homburger Straße für Lastkraftwagen gesperrt werden, heißt es in der SPD-Mitteilung weiter.