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Leserbrief zum Thema A6-Ausbau

Kleinottweiler. Da heißt es morgens früher aufstehen

Zu "Bexbach befürchtet mehr Verkehr", SZ vom 27. Februar:


Die Richardstraße soll bei Reiskirchen (L 218) im Rahmen des A6-Ausbaus bei Kleinottweiler vollkommen wegfallen. Somit wird Reiskirchen , das nur einen Steinwurf weit von der A6-Zu- und Abfahrt entfernt liegt, künftig von einer direkten Zufahrt zur A6 abgetrennt. Sowohl Reiskircher Bürger als auch die Einwohner von Erbach-Nord werden dann nur noch durch die ohnehin schon stark belasteten Steinbach-, Berliner Straße und die B 423 auf die A6 gelangen können und natürlich auch gegenläufig. Da heißt es morgens früher aufstehen und nachmittags später nach Hause kommen. Ein Umweg von mehreren Kilometern. Und das soll eine Entlastung für die B 423 bringen? Diese B 423 kann nur durch die Ostanbindung in Höhe Erbach /Reiskirchen sinnvoll eine Entlastung erfahren. Der ganze Verkehr, der ins Industriegebiet Ost unterwegs ist, könnte dort ab- und zufahren. Die Wege wären kürzer, und Bruchhof, Erbach , Reiskirchen und Kleinottweiler könnten gleichmäßig entlastet werden, bei der Drei-Ohrenlösung aber nur Reiskirchen . Der Verkehr, der von der A6 kommend und natürlich auch umgekehrt, in Richtung Jägersburg, Höchen und die Westpfalz unterwegs ist, läuft zur Zeit noch ca. zur Hälfte über Reiskirchen und Kleinottweiler . Fällt die Zufahrt nach Reiskirchen weg, wird dieser ganze Verkehr auf Kleinottweiler und Erbach abgewälzt.

Die einzige Möglichkeit, die B 423 zwischen Homburg und Kleinottweiler nachhaltig zu entlasten ist eine neue A6-Anschlussstelle Ost. Ein Großteil des Verkehrs aus Richtung Mannheim wird dann dort die A6 verlassen und direkt ins Industriegebiet Ost einfahren können. Seit Jahren stehen die finanziellen Mittel, die Pläne und eine bereits genehmigte UVS bereit. Was läuft da hinter den Kulissen? Soll es hier eine Lex Reiskirchen geben und Kleinottweiler das Bauernopfer sein?

Roland Klose, Kleinottweiler