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Anlässlich des Welt-Aids-Tages
Was HIV-Infektionen so gefährlich macht

Die Schülerinnen und Schüler der Galileo-Schule in Bexbach möchten bei einem Präventionstag auch solche Aids-Schleifen verteilen. 
Die Schülerinnen und Schüler der Galileo-Schule in Bexbach möchten bei einem Präventionstag auch solche Aids-Schleifen verteilen.  FOTO: dpa / Oliver Berg
St. Ingbert/Bexbach. Zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember geht es in der Galileo-Schule für die Schüler um die HIV-Prävention. red

Das Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises und eine Gruppe Medizinstudenten mit dem Namen „Mit Sicherheit verliebt“ (MSV) organisieren am Mittwoch, 5. Dezember, in der Galileo-Schule Bexbach eine Präventionsveranstaltung anlässlich des Welt-Aids-Tages am Samstag, 1. Dezember.


Diese beginnt um 9 Uhr und endet gegen 12 Uhr. Mit verschiedenen Mitmach-Aktionen wie dem Glücksrad, dem „Kondom-Führerschein“ sowie den „Plüsch-Mikroben“ wird über die Ansteckungsrisiken wie Nichtrisiken von HIV ausführlich informiert. Es wird dahingehend sensibilisiert, dass es sich immer noch um eine lebensgefährliche Infektion handelt. Die Motivation zum eigen- und partnerverantwortlichen Schutz rundet den Vormittag ab, hieß es in einer Mitteilung der Kreisverwaltung.

Die Schülerinnen und Schüler der Galileo-Schule werden Aids-Schleifen verteilen. Auch der alljährlich neu gestaltete Aids-Teddy als Solidaritätssymbol ist neben der roten Schleife wieder mit dabei.



Der diesjährige Welt-Aids-Tag will daran erinnern, die Solidarität mit Menschen mit HIV/AIDS zu fördern und der Diskriminierung entgegenzutreten.

Denn schwerer als die gesundheitlichen Folgen der Infektion selbst wiegt heute für viele infizierte Menschen die Angst vor der Ausgrenzung, hieß es weiter zum Hintergrund. HIV selbst sei schwer übertragbar und im Alltag bestehe kein Ansteckungsrisiko.

Bei der medizinischen Behandlung, in der Pflege und Betreuung, bei Akupunktur, Maniküre, Pediküre, Tätowieren und Piercen sowie der Ersten Hilfe schützen die üblichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen. Eine Ansteckung geschehe meistens beim Geschlechtsverkehr, wenn keine Schutzmaßnahmen angewendet werden, und beim gemeinsamen Gebrauch von Spritzen und Nadeln. Wird HIV frühzeitig diagnostiziert, könne man eine annähernd normale Lebenserwartung erreichen – dank moderner HIV-Medikamente. Allerdings wissen etwa 15 Prozent der Menschen nichts von ihrer Infektion.

Weltweit lebten Ende 2016 etwa 36,7 Millionen Menschen mit HIV. Mehr als ein Drittel haben keinen Zugang zu lebensrettenden Medikamenten, darunter viele Kinder. In Deutschland sind es aktuell zirka 90 000 Menschen, die mit der Infektion leben.

Bei Fragen zu der Veranstaltung, zu kostenlosen und anonymen Beratungen, Tests sowie Präventionsveranstaltungen im schulischen und außerschulischen Bereich kann man sich gerne an das Gesundheitsamt wenden: Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises, Sozialer Dienst, Am Forum 1, 66424 Homburg, Tel. (0 68 41) 72 42.